Neue Fälle von Kindesmißbrauch

LHStv. Prokop: Zivilcourage ist gefragt

St.Pölten (NLK) - Die beiden letzten Fälle von vermutetem Kindesmißbrauch in Niederösterreich sind durch Anzeigen einer Nachbarin bzw. der Großmutter bekannt geworden, für Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop ein Anlaß, einmal mehr darauf hinzuweisen, daß Zivilcourage die stärkste Waffe gegen den sexuellen Mißbrauch an Kindern und Jugendlichen ist: "Nicht wegschauen und nicht schweigen!" Dem unmittelbaren Umfeld in der Familie und in der Nachbarschaft komme dabei besondere Bedeutung zu, wobei natürlich auch darauf zu achten sei, daß nicht Unschuldige "gebrandmarkt" werden. Als besonders wichtig bezeichnete Prokop daher die in Niederösterreich bereits vor Jahren begonnenen Fortbildungsseminare für Berufsgruppen, die im Umfeld von Kindern tätig sind.

Landeshauptmannstellvertreterin Prokop verwies weiters auf die vielfältigen Aktivitäten des Landes wie etwa die Einrichtung von zehn Arbeitskreisen auf regionaler Ebene, durch die vernetzte Arbeits- und Informationsstrukturen zwischen verschiedensten Einrichtungen und Institutionen geschaffen wurden. Als weitere Beispiele nannte sie die Errichtung einer Erst-Info-Stelle beim Landesjugendreferat, von Kinderschutzzentren in Mistelbach, Neunkirchen und im Raum Amstetten sowie von Kinderschutzgruppen in Spitälern mit Kinderabteilung und die kostenlose Rechtsvertretung von Opfern sexuellen Mißbrauchs vor Gericht durch niederösterreichische Rechtsanwälte.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK