LR Bauer: Auf das Vertrauen der Patienten baut das Gesundheitswesen auf

Hilfestellung auch für Ärzte und Pflegepersonal

St. Pölten, (SPI) - "Wenn das Vertrauen der Menschen in das Gesundheitswesen und in die Ärzte Schaden genommen hat - wie dies Umfragen im Zuge der jüngsten Vorgänge in den Krankenhäusern Freistadt und Linz belegen -, so ist dieser Umstand zweifellos eine große Belastung für unser Gesundheitswesen. Als Gesundheitspolitiker müssen wir nun alles daran setzen, dieses verlorengegangene Vertrauen wieder herzustellen und notwendige Reformschritte im Sinne der Patienten rasch und ohne Verzögerungen umsetzen", umschreibt Niederösterreichs Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer die Situation.****

"Auf das Vertrauen der Menschen in die österreichische Gesundheitsversorgung baut unser gesamtes System auf - die Reformarbeit ist nun Vertrauensarbeit für die Menschen, denen dieses System dient", so Bauer weiter. Trotz aller Verfehlungen dürfen wir allerdings nicht vergessen, daß Österreichs Gesundheitswesen in Europa als beispielgebend anzusehen ist und zu den besten der Welt zählt. Sozial- und Gesundheitsministerin Lore Hostasch hat ein Forderungspaket vorgelegt, das den Zielsetzungen einer patientenorientierten Gesundheitspolitik entspricht. Die wichtigsten Punkte sind einheitliche Patientenrechte, die Stärkung der unabhängigen Patientenanwälte, eine unabhängige Qualitätskontrolle durch den Bund, verpflichtende interne Qualitätssicherung durch die Spitalsträger, die Stärkung der Unabhängigkeit der Pathologen, die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Patienten sowie die Neufassung der Ärzte-Ausbildung. "Alles in allem ein gutes und durchdachtes Konzept, wobei in diese Reformschritte allerdings die Länder umfassend eingebunden werden müssen", betont Bauer.

Im Vordergrund muß auch stehen, daß Geschädigten und Angehörigen von "Kunstfehlern" vor allem psychologische, finanzielle und juristische Betreuung zur Verfügung gestellt wird. "Ich erwarte mir in diesem Zusammenhang auch, daß das Land Niederösterreich selbst hier entsprechende Schritte setzt. In meinem Kompetenzbereich werde ich jedenfalls entsprechende Initiativen mit den zuständigen Abteilungen erarbeiten", kündigt Bauer an. Die Qualitätssicherung sowie die laufende Kontrolle wird dabei besonders im Vordergrund stehen. "In diesem Zusammenhang darf aber nicht unerwähnt bleiben, daß auch Ärzte und das Krankenhauspersonal in Zukunft eine größere Unterstützung benötigen. Ärzte und Pflegepersonal haben eine besonders hohe Verantwortung, müssen sehr oft schwierigste Entscheidungen treffen und arbeiten oft in Grenzsituationen zwischen Leben und Tod", so der NÖ-Gesundheitspolitiker. "Bei allen Reformen muß aber weiterhin der Grundsatz einer "für alle frei zugänglichen Gesundheitsversorgung gelten". Anspruch auf beste Versorgung haben alle - und dies darf niemals davon abhängig gemacht werden, wie alt oder wie krank, wie arm oder wie reich jemand ist. Dies ist die zentrale Ausrichtung unserer Gesundheitspolitik - und so muß es auch bleiben", so Landesrat Dr. Hannes Bauer abschließend.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN