Vladyka: Bei Kindesmißbrauch muß der Strafrahmen voll ausgeschöpft werden

Mehr soziale, rechtliche und finanzielle Unterstützung für die Opfer

St. Pölten, (SPI) - "Bei den unlängst bekanntgewordenen schrecklichen Fällen von Kindesmißbrauch gilt es einmal mehr, den gesetzlichen Strafrahmen voll und ganz auszuschöpfen. Es darf keine "Pardonierung" geben, Wiederholungstäter müssen die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen", so die Familiensprecherin der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Christa Vladyka. Es ist aber auch ganz sicher nicht an der Zeit, Versuche zum "Wechseln politischen Kleingeldes" aus den schrecklichen Vorfällen und Verbrechen zu starten, wie dies einige tun.****

Unser besonderes Augenmerk muß den Opfern gelten. Sie bedürfen einer besonderen sozialen, juristischen und finanziellen Unterstützung. So stellt zusätzlich zum Mißbrauch das Auseinanderbrechen des Familienkreises für die Opfer und die verbleibenden Familienmitglieder eine weitere Belastung dar. Heimunterbringungen der Kinder sind erste notwendige Maßnahmen, aber sie schaffen auch neue Probleme. "Wir müssen hier die familienunterstützenden Maßnahmen - Betreuung, Begleitung und Beratung - ausbauen und damit auch der Familie in dieser schwierigen Zeit beistehen. Für die Opfer steht dabei nach der "Ausgliederung" und Strafverfolgung des Täters die Rückkehr in die Familie im Vordergrund", so die SP-Familienpolitikerin.

Kinder als Mißbrauchsopfer empfinden die Heimunterbringung nämlich auch als "Strafe", was leider meist auf einen jahrelang betriebenen "Psychokrieg" der Täter zurückzuführen ist. Die Maßnahmen zum Opferschutz und -hilfe müssen ausgeweitet werden, eine ausschließliche Diskussion um Strafausmaße geht leider an der zentralen Ausrichtung "Was brauchen die Opfer" vorbei", so Abg. Vladyka abschließend.
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