Mitterlehner: Kreativtät als Standortfaktor

Wien (OTS) - Seit dem EU-Beitritt bläst den heimischen Betrieben ein scharfer Wind ins Gesicht, der Konkurrenzdruck erhöht sich. "Um dabei bestehen zu können, ist Kreativität gefragt, neue Produkte, mit welchen die Klein- und Mittelbetriebe am Markt reüssieren können. Wer die Wirtschaft international stärken will, muß die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Kreativen fördern", forderte heute, Montag Wirtschaftsbund-Generalsekretär Reinhold MITTERLEHNER bei einem Pressegespräch mit ÖVP-Kultursprecher Franz MORAK. Beide Politiker treten dafür ein, das Kreativpotential beispielsweise im Designbereich für den Standort Österreich zu nutzen, was bislang nur in einigen wenigen Bereichen gemacht wird. "Es muß darum gehen, den kreativen Mehrwert eines Produktes zu lukrieren", so Mitterlehner.

Die österreichische Situation sei jedoch von "zu konventionellen Handlungs- und Denkstrukturen" geprägt. Es gebe nach wie vor sehr konservative Einstellungen, was Risikobereitschaft und Innovation anlangt, während der Strukturwandel in ganz Europa hin zur neuen Kreativindustrie gehe. Mit Auswirkungen auch auf den Arbeitsmarkt: So verzeichnet die Kreativ-Wirtschaft Österreichs in den letzten drei Jahren eine Steigerungsquote bei der Beschäftigung um ca. 90 Prozent.

Einzufordern sei die stärkere Vernetzung von Wirtschaft- und Kulturpolitik, wobei gerade der ländliche Raum davon profitieren würde. "Defizitfelder" - wie etwa die Werkvertragsregelung - müßten aufgezeigt und überdacht werden, Finanzierungsformen seien zu forcieren, die Risikobereitschaft und Innovation fördern - z.B. Venture-Kapital anstatt Bankkrediten - und nicht behindern. Und auch bei der Gewerbeordnung sei in den nächsten Jahren dahingehender Reformbedarf gegeben.

"Erst gestern hat Bundeskanzler KLIMA im ORF-Sommergespräch das Wissen als zentralen Standortfaktor bezeichnet. Andererseits sank die österreichische Forschungsquote auf 1,63 Prozent. Und auch bei Lizenzen und Patenten sind die Zahlen rückläufig. Hier muß man gegensteuern, will man Österreich als Land der kreativen Geister erhalten", so MITTERLEHNER, der es sich durchaus vorstellen kann, die Ziele der Initiative Organisierte Kreativität, in künftige Koalitionsverhandlungen prominent zu berücksichtigen.

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