Riess-Passer fordert verständliche Kennzeichnungspflicht für Futtermittel

Versäumnisse der Regierung sollen nicht auf dem Rücken der Landwirte und Konsumenten ausgetragen werden

Wien, 1999-08-21 (fpd) - Die Forderung von Ministerin Prammer nach einem Verbot von Antibiotika in Futtermitteln stelle nur erneut die Unfähigkeit der rot-schwarzen Regierung unter Beweis, erklärte heute die geschäftsführende FPÖ-Bundesobfrau und Tirols Spitzenkandidatin zur Nationalratswahl Dr. Susanne Riess-Passer. ****

"Hätte unsere Regierung im Zuge der Beitrittsverhandlungen bereits auf einem derartigen Verbot von Antibiotika in Futtermitteln bestanden, wie es beispielsweise die Schweden erfolgreich gefordert haben, müßten unsere Landwirte und Konsumenten jetzt nicht fürchten, schädliche Produkte zu verarbeiten bzw. zu konsumieren", zeigte sich Riess-Passer verärgert über diesen Fehler. Das Versäumnis der Regierung bei den EU-Beitrittsverhandlungen räche sich jetzt bitter. "Nicht einmal unsere Biobauern können 100 Prozent sicher sein, keine mit Antibiotika versetzten oder gentechnisch veränderten Futtermittel zu verwenden." Futtermittel von Biobauern müßten nämlich nur zu 85 Prozent aus biologischem Anbau stammen, der Rest könne aus konventionellen Futtermitteln ergänzt werden, erläuterte Riess-Passer. Aus Preis- und damit Konkurrenzgründen würden viele Bauern auf herkömmliches Futter aus ihrem Lagerhaus zurückgreifen. "Und dieses kann dann auch ein Produkt der niederösterreichischen Firma SARIA-Rethmann sein, deren gleichnamiger Futtermittelhersteller in Frankreich verdächtig ist, für die Herstellung von Futtermitteln auch Klärschlamm zu verwenden", warnte Riess-Passer vor den Folgen dieser Bestimmung.

Riess-Passer forderte daher eine strenge und vor allem verständliche Kennzeichnungspflicht für Futtermittel, um zu garantieren, daß nicht ungewollt Antibiotika, genmanipuliertes Getreide, Klärschlamm oder ähnliche Unappetitlichkeiten verfüttert werden. Die strenge Kennzeichnungspflicht sei besonders bei Importprodukten notwendig, da hier die Wahrscheinlichkeit von Beimengungen am größten sei. "Molterer und Prammer sollen endlich tätig werden und nicht nur eine genaue Prüfung aller österreichischen Futtermittelhersteller vornehmen, sondern auch alle in Österreich zum Verkauf stehenden Futtermittel einer strengen Kontrolle unterziehen", forderte Riess-Passer zum Schutz der Landwirtschaft und der Konsumenten die beiden zuständigen Minister auf, die bisherigen Versäumnisse der Regierung auszumerzen. "Zu überlegen wäre auch ein eigenes Gütesiegel, das die völlige Unbedenklichkeit eines Futtermittels garantiert", regte Riess-Passer abschließend an. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/FPD