Prammer fordert Verbot von Antibiotika in der Tiermast in Österreich

Wien (OTS) - Ein Verbot der Verwendung von Antibiotika in der Tiermast in Österreich fordert Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer. Das Fleisch von mit Antibiotika gemästeten Tieren wird von den KonsumentInnen zu Recht abgelehnt. Daher muß Landwirtschaftsminister Molterer sofort ein nationales Verbot erlassen", verlangt Prammer.

Obwohl auf EU-Ebene Ende des vergangenen Jahres 4 Antibiotika als Wachstumsförderer verboten wurden, dürfen derzeit in der EU und damit auch in Österreich insgesamt noch weitere 4 Antibiotika in der Tiermast verwendet werden.

"Ich fordere Landwirtschaftsminister Molterer auf, die jetzt noch in der EU erlaubten Antibiotika in Österreich zu verbieten. Obwohl die Europäische Kommission dieses Verbot unter Umständen wieder aufgeben könnte, muß es Österreich auf diesen Versuch ankommen lassen. Ein derartiges Engagement zum Schutz der KonsumentInnen hat durchaus Chancen auf Erfolg. Ich habe schon vor zwei Jahren in der Gentechnik ein Importverbot erlassen, das heute noch aufrecht ist, so Prammer an die Adresse Molterers.

Ein generelles Verbot ist unbedingt notwendig, da immer häufiger Bakterien gegen Antibiotika resistent werden und diese damit ihre Wirkung verlieren. Im Interesse eines vorbeugenden Schutzes der Gesundheit der KonsumentInnen sind diese Leistungsförderer im Tierfutter abzulehnen, betont Prammer. Auch vorbeugend mit dem Futter verabreichte Antibiotika sind abzulehnen.

Minister Molterer muß hier zum Schutz der Menschen handeln und nach schwedischem Vorbild ein generelles Verbot von antibiotischen Leistungsförderern erlassen. Dort sind Antibiotika in der Tiermast seit 1986 verboten. Das anerkannt hohe Niveau der schwedischen Schweineproduktion beweist, daß Tierhaltung auch ohne antibiotische Leistungsförderer wirtschaftlich erfolgreich sein kann, stellt Prammer fest.

"Außerdem bin ich überzeugt, daß es keineswegs den Erwartungen der KonsumentInnen entspricht, daß das zum Verkauf angebotene Fleisch von Tieren stammt, die nur für ein schnelleres Wachstum regelmäßig mit Antibiotika gefüttert werden", so Pramer abschließend.

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