ots Ad hoc-Service: Ravensberger Bau- Bet. AG <DE0007005001>

München (ots Ad hoc-Service) - Aktionärsbrief 1/1999 -Zwischenbericht- Wertpapier - Kennummer:
700500

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Nach zwei Jahren
Vergangenheitsbewältigung und Altlastenbereinigung richtet sich der Blick der Ravensberger-Gruppe nach vorn. 1999 - das laufende Geschäftsjahr - soll operativ Gewinn bringen. Der Vertriebserfolg hielt auch in den ersten sechs Monaten diesen Jahres an. Das Verkaufsvolumen eigener Produkte lag mit 22,6 Mio DM um 13,5% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Ursächlich war die deutliche Ausweitung des Eigennutzergeschäftes. Der Verkauf von Reihen- und Doppelhäusern verdoppelte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 1998 auf 57 Einheiten (26 Einheiten). Das in 1999 umsatzwirksame Verkaufsvolumen lag mit 52,3 Mio DM um 30% über dem Stand per 30. Juni 1998 und hat damit das Umsatzvolumen des Gesamtjahres 1998 bereits übertroffen. Gleichzeitig wurden bereits zwei Drittel des für 1999 avisierten Gesamtumsatzes durch notarielle Verkaufsverträge unterlegt.

Im reinen Bauträgerneubau- und sanierungsgeschäft - das ist bis heute das Geschäft der Ravensberger Gruppe - entstehen die Umsätze und Ergebnisse bilanzwirksam in der Regel erst mit Übergabe der errichteten Einheiten in den Kalendenmonaten November und Dezember. Während des Geschäftsjahres entstehen deshalb im wesentlichen Vorlaufkosten. Diese Zusammenhänge finden auch in unserem Geschäftsverlauf ihren Niederschlag. Aufgrund der im zweiten Halbjahr 1999 terminierten Fertigstellung unserer Bauvorhaben waren die bilanzwirksamen Umsätze entsprechend gering; die Aufwendungen lagen im Rahmen unserer Planung. In Zahlen ausgedrückt ergab sich folgendes Bild im Konzern:

Die Umsatzerlöse erreichten 2,8 Mio DM (9,5 Mio DM); das betriebliche Ergebnis betrug ./. 3,5 Mio DM (./. 1,0 Mio DM), das Finanzergebnis ./. 1,5 Mio DM (./. 1,3 Mio DM). Per Saldo errechnet sich daraus - ein aus den geschilderten Gründen nicht aussagefähiger - Halbjahresfehlbetrag von ./. 5 Mio DM (./. 2,3 Mio DM).

In Erwartung einer Fortsetzung des Vertriebserfolges im Jahresverlauf und unter Berücksichtigung weiterhin strenger Aufwandsdisziplin halten wir bei einem Gesamtumsatz von ca. 75 Mio DM an unserer Prognose eines positiven Ergebnisses in der Konzernobergesellschaft von ca. 2 Mio DM fest.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung unserer Gruppe werden wir auf dem Erreichten aufbauen und vorsichtig expandieren. Die zukünftige Strategie wird von zwei Hauptzielen bestimmt:

- Ravensberger als Marktführer für preiswerte Wohnimmobilien mit hoher Qualität Nachdem die Ravensberger Gruppe Kernkompetenz in allen Bereichen des Wohnungsbaus - beginnend vom Doppelhaus über das Reihenhaus, die Neubauwohnung bis hin zur sanierten Altbauwohnung -aufgebaut, geht es nun darum, das Marktgewicht vor allem im Berliner Raum durch gezielte Grundstückseinkäufe zu stärken und das Volumen weiter auszubauen.

- Verstetigung von Unternehmens- und Ergebniswachstum Die bisher auf das reine Bauträgerneugeschäft konzentrierten Aktivitäten haben gezeigt, dass unsere Ertragslage starken zyklischen Schwankungen unterliegt. Solche Schwankungen kommen weder im Interesse des Unternehmens und erst recht nicht im Interesse des Aktionärs liegen.

In Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat wird zur Zeit ein Maßnahmenpaket entwickelt, welches ausgehend von diesen beiden Hauptzielen und der Ihnen vorgeschlagenen Kapitalerhöhung die zukünftigen Investitionen, Aktivitäten und Kapitalrenditen determiniert. Das Maßnahmenpaket basiert im Kern auf folgenden Überlegungen:

- Erweiterung/Ausbau best. Geschäftsfelder (z.B. Aufteilergeschäft) - Aufbau neuer Geschäftsfelder (aus dem Kerngeschäft abgeleitete Dienstleistungen) - Entwicklung neuer Instrumente zur Eigenkapitalgenerierung (bankexterne Fremdfinanzierung)

Im Ergebnis liegen unsere Zielvorstellungen mittelfristig bei einem Bauträgerumsatz von zunächst etwa 120 Mio DM, ergänzt um Dienstleistungsumsätze aus Geschäftsfeldbereichen um das Bauträgergeschäft herum. Hinsichtlich der Renditeerwartungen streben wir eine zweistellige Eigenkapitalrendite von zunächst 10% ab dem Geschäftsjahr 2001 an.

Der Vorstand

Ende der Mitteilung

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