Aus der "Andockstelle" wurde anerkannter Ideenspender

15 Jahre Waldviertel-Akademie samt Sommerschule

St.Pölten (NLK) - "Das Ende einer Illusion? Zum Untergang des Kommunismus" ist das Thema der heurigen Sommerschule der Waldviertel-Akademie, die vom 27. bis 29. August im Schloß Raabs an der Thaya stattfindet. Mit dieser Veranstaltung feiert die Sommerschule ebenso wie die Waldviertel-Akademie das 15jährige Bestandsjubiläum.

Waldviertelbeauftragter Dipl.Ing. Adolf Kastner und Univ.Doz. Dr. Wolfgang Müller-Funk hatten 1984 in Pöggstall mit der Waldviertel-Akademie begonnen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, akademische Lebensart in die Region zu bringen sowie Wissenschaft und Kultur in spezieller Weise zu fördern. Seither entwickelte sich die Waldviertel-Akademie nicht nur zur "Andockstelle" für Kultur und Wissenschaft, sondern trug zu einem neuen Selbstbewußtsein des Waldviertels bei. Schon vor der Grenzöffnung wurde Kulturarbeit über die Grenze hinweg betrieben.

Die alljährliche Sommerschule, die die ersten drei Jahre von 1985 bis 1987 in Weitra stattfand, übersiedelte 1988 an ihren jetzigen Schauplatz Raabs an der Thaya. Die Themen kreisten meist um eine kulturelle Standortbestimmung eines großen Kulturkreises über die Grenzen hinweg. Speziell wurde die Veranstaltungsserie "Grenze und Nachbarschaft" ins Leben gerufen, die seit 1990 in Orten diesseits und jenseits der österreichisch-tschechischen Grenze abgehalten wurde. Zwei Ausstellungsprojekte waren besonders erfolgreich:
"Kulturen an der Grenze" lief in 13 österreichischen und tschechischen Städten, "Zehn Jahre Grenze und Nachbarschaft" wandert derzeit durch die Gemeinden und ist im Oktober in St.Pölten zu sehen. Verwirklicht wurde ein grenzüberschreitender industriekultureller Themenpfad samt Buch und Beschilderung. Als besonders wichtig wird die kulturelle Kleinarbeit mit Gemeinden, Museen und Vereinen erachtet. Im Sinne des wissenschaftlichen Auftrages der Waldviertel-Akademie wird auch Forschungs-Know-how angeboten. All dies bewältigt eine minimale Besetzung mit Geschäftsführer, Halbtagssekretärin und Fachleuten, die mit Werkverträgen angestellt werden. Das Jahresbudget von rund 2 Millionen Schilling wird von Land, Bund, EU und privaten Spendern gestützt.

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