Computer im Mathematikunterricht

Weltweite Konferenz in Niederösterreich

St.Pölten (NLK) - 70 Experten aus 18 Staaten beraten kommende
Woche vom 25. bis 29. August in Gösing im Bezirk Scheibbs über den Einfluß des Computers auf den Mathematikunterricht. Unter den Teilnehmern sind weltberühmte Kapazitäten, wie etwa Univ.Prof. Stoutemyer aus den USA, der eines der besten Computeralgebra Systeme entwickelt hat. Erstmals in Europa werden einige der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Computerlernumgebungen vorgestellt. "Von dieser weltweiten Konferenz in Niederösterreich erwartet man sich wieder neue Impulse für eine weitere Qualitätsverbesserung des Mathematikunterrichts", steckt der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, Hofrat Adolf Stricker, die Ziele hoch.

Mit diesem Kongreß werden die führende Rolle Österreichs und besonders die Initiativen Niederösterreichs auf diesem Gebiet bestätigt. Österreich war 1990 eines der ersten Länder der Welt, in denen Computeralgebra Software in Höheren Schulen eingesetzt wurde. In Krems startete 1992 eine Konferenzserie, die unter der Leitung österreichischer Experten nun alle zwei Jahre in allen Teilen der Welt stattfindet. Heuer sind die Experten wieder in Niederösterreich zu Gast.

Derzeit läuft in Österreich eines der größten Forschungsprojekte der Welt. Über 4.000 Schülerinnen und Schüler in etwa 200 Klassen nehmen daran teil, mehr als ein Drittel davon in Niederösterreich. Es wird der Einfluß von Algebra-Taschenrechnern auf Inhalte und Unterrichtsformen untersucht.

Der Mathematikunterricht wird sich in Zukunft grundlegend verändern. Mit diesen hochentwickelten Rechnern könnte ein Schüler eine klassische Matura, bei der es nur um Rechenfertigkeiten geht, in einer halben Stunde schaffen. Damit ergibt sich die große Chance, daß die Schüler nicht mehr primär Rechenakrobatik erlernen müssen, sondern erleben können, daß Mathematik anwendbar ist und auch wichtige Beiträge zu Schlüsselqualifikationen, wie Problemlösen oder Argumentieren, leisten kann. Mathematik wird deshalb nicht unbedingt leichter, sicher jedoch sinnvoller und spannender. Mit diesem Rechner hat jeder Schüler einen Experten zur Verfügung, der eine Selbstkontrolle und damit mehr selbständiges experimentelles Lernen ermöglicht.

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