Görg: Hoffnungsgebiet Erdberger Mais

Potenzial für hochrangigen Betriebs- und Dienstleistungsstandort

Wien, (OTS) "Dem Ziel, das Hoffnungsgebiet Erdberger Mais zu einem modernen Wirtschaftsstandort mit ergänzendem Wohnen in der Nähe der City zu machen, sind die Planungsverantwortlichen in den letzten Monaten wieder einen großen Schritt näher gekommen", freute sich Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg am Donnerstag bei einem Pressegespräch zum aktuellen Planungsstand am Erdberger
Mais.

Das Gebiet Erdberger Mais habe das Potenzial, einer der hochrangigsten Betriebs- und Dienstleistungsstandorte Wiens zu werden, sagte Görg. In unmittelbarer Nähe zur City und zum Flughafen könne man investitionswilligen Unternehmen ein
qualitativ hochwertiges Angebot mit ausgezeichneter Verkehrsanbindung bieten. Zwei geplante Projekte hätten bereits eine konkrete Form angenommen, so Görg weiter. Eines davon sei das Projekt "Pleasuredome" (ein Multiplexkino mit Gastronomie), das bereits kurz vor der Baubewilligung stehe. Darüber hinaus werden derzeit intensive Gespräche mit potenziellen Investoren über eine Ansiedlung am Erdberger Mais geführt, so der Vizebürgermeister.****

Entwurf für einen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für das nördliche Gasometerumfeld

Für das Gebiet des nördlichen Gasometer-Umfeldes liegt nun ein von Gutachtern erarbeitetes Nutzungs- und Gestaltungskonzept vor, ein darauf aufbauender Planentwurf wird magistratsintern diskutiert. Kernpunkt: Das Gebiet mit einer Größe von 13 Hektar Nettobauland soll sich zu einem verdichteten Büro- und Gewerbegebiet mit Mantelbevölkerung entwickeln.

Es wurden diverse Nutzungsszenarien überprüft, empfohlen wird nun eine Bruttogeschoßfläche von insgesamt 27 bis 30 ha und ein Wohnanteil von rund 25 Prozent. Das entspricht etwa 2000
Einwohnern und 3500 Arbeitsplätzen. Die Handels- und Gewerbeflächen sollen in einer Sockelzone mit hoher Dichte konzentriert werden, darüber können Wohn- und Büroflächen mit attraktiver Belichtung angeordnet werden. Als Ausgleich für fehlende Freiflächen werden Dachbegrünungen vorgeschlagen. Die Block-Innenbereiche können in geringer Dichte bebaut und in größerem Ausmaß für Wohnungen genutzt werden. (Architekt Müller, Architekt Kleindienst)

Die vier Gasometer, die ja bereits seit Jahresbeginn umgebaut werden, sollen als wichtiges, einzigartiges Denkmal visuell freigestellt werden, daher ist für die Umgebung eine dichte, niedrige Sockelbebauung vorgesehen. Die Guglgasse soll als "Kunstraum" durchgestaltet werden, es sollen unter anderem drei Plätze herausgebildet werden. Das Gebiet soll auch für Fußgänger und Radfahrer attraktiviert werden. So soll beispielsweise ein "Kirschgarten" einen spezifischen urbanen Freiraum bilden.

Zwei geplante Projekte haben mittlerweile eine konkrete Form angenommen: So wird in der ehemaligen Fettfabrik ein Multiplex-
Kino in Verbindung mit den Gasometern entstehen. Dieses Projekt -"Pleasuredome" - steht kurz vor der Baubewilligung.
Auf insgesamt 38.000 m2 Bruttogeschoßfläche sollen 3800 Sitzplätze, dazu Gastronomie und Unterhaltung entstehen.
(Architekt Lainer)
Auf einem benachbarten Areal soll ein Bürogebäude verwirklicht werden. (Architekt Kohlbauer)

Ein weiteres Gutachten belegt auch die verkehrstechnische Machbarkeit der angepeilten Nutzungsmengen. (Büro Snizek, Büro Trafico)

Baustrukturelles Gutachten für St. Marx

Für das Areal St. Marx wurden Gutachter beauftragt (Architekt Hayde, Architekt Bügelmayer) , zwei Extremszenarien für die Nutzung dieses Gebietes baulich darzustellen. Sieht das eine
Konzept eine reine Fachmarktnutzung vor, so konzentriert sich das andere Gutachten vor allem auf eine Büro- und Gewerbenutzung.

Die Variante der reinen Fachmarktnutzung (mit den Branchen Bau-, Möbel- und eventuell Elektrofachmarkt) wird nicht als sinnvoll erachtet, eine Mischform der beiden Konzepte erscheint dagegen machbar.

Im Bereich Rennweg sollen Geschäfte, Büros und eventuell ein Technologiepark entstehen. Auf dem restlichen Areal könnten vorrangig Gewerbebetriebe und eventuell Fachmärkte angesiedelt werden. Wohnungen sind nur in geringem Umfang und abseits der Südosttangente sinnvoll. Die Anbindung des Gebiets erfolgt grundsätzlich über bestehende Straßen und Knoten, die Parkplätze könnten großteils unter den vorgesehenen Gebäuden im Bereich Rennweg untergebracht werden. Sollte die Rinderhalle - die unter Denkmalschutz steht und stark sanierungsbedürftig ist - am
jetzigen Standort erhalten bleiben, sind folgende
Nutzungsszenarien denkbar: Museum, Ausstellungen, Fachmarkt,
Sport, überdachte Freifläche oder auch Zirkus.

Und auch bei diesem Projekt wurde ein verkehrstechnisches Gutachten erstellt. (Büro Szinek, Büro Trafico)

Adaptierung des Gaswerkestegs in den Prater vor Detailplanung und Vergabe

Es steht nun fest, dass der Gaswerkesteg in den Prater als Fuß- und Radweg adaptiert wird. Zuständig für Grundstückserwerb und Detailplanung sind die MA 69 (Rechtliche und administrative Grundstücksangelegenheiten) und die MA 29 (Brückenbau). Im kommenden Frühjahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden,
sodass der adaptierte Steg mit Eröffnung der Gasometer zur Verfügung stehen kann.

Übereinkunft zwischen Stadt Wien und TGM Aspanggründe über den Prozess der Masterplanung

Es wurde entschieden, dass der städtebauliche Entwurf (Masterplan) für die Aspanggründe von Architekt Sir Norman Foster erstellt wird. Danach (in rund einem Jahr) sollen die Detailplanungen in Wettbewerben erarbeitet werden. Die
Stadtplanung wird in diesem Prozess die Rahmenbedingungen vorgeben und die Rolle einer Art Jury einnehmen.

Gespräche mit potenziellen Investoren

Mit interessierten namhaften Nutzern, unter anderem aus dem Bereich Informationstechnologien, bestehen bereits intensive Kontakte und Gespräche für eine Ansiedlung am Erdberger Mais (derzeit können noch keine Namen genannt werden).

Erarbeitung einer wirtschaftspolitischen Strategie - innovativer Zugang

Seit September 1998 arbeitet unter der Leitung von DI Thomas Madreiter (MA 21 A) ein Planungsteam an der Stadtentwicklungszone Erdberger Mais. Um die Planungen inhaltlich auf eine tragfähige Basis zu stellen, wird mit dem Österreichischen Forschungszentrum Seibersdorf als Consulter eine wirtschaftspolitische Strategie entwickelt. Die Methodik und der inhaltliche Anspruch stellen
dabei eine echte Innovation dar.

o Einerseits soll eine mittel- bis langfristige

Entwicklungsstrategie für die gesamte Stadtentwicklungszone konzipiert werden. Dabei sollen auch bereits vorliegende Analyse-Ergebnisse und Projektvorschläge herangezogen werden.
o Andererseits soll ein Verfahren zur Bewertung von konkreten

Projekten entwickelt werden. Ziel ist die Analyse stadtwirtschaftlicher (ökonomischer, fiskalischer) und sonstiger entwicklungsrelevanter Effekte in einem integrativen Ansatz. Dieses Bewertungsverfahren soll für das Areal St. Marx beispielhaft angewendet werden. (Schluss) kru

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Katharina Krusche
Tel.: 4000/81 418
e-mail: kru@gpz.magwien.gv.atPID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK