SPAR Halbjahr ots Ad hoc-Service: SPAR Handels-AG <DE0007246902>

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SPAR Handels-Aktiengesellschaft: Umsatzrueckgang und operativer Verlust im ersten Halbjahr 1999/ Restrukturierung zeigt erste positive Effekte

In den ersten sechs Monaten des Jahres 1999 entwickelte sich der deutsche Lebensmittel-Einzelhandel weiter ruecklaeufig. Die SPAR Handels-AG verzeichnet in diesem Zeitraum einen Umsatzrueckgang um 15,6 Prozent auf DM 6.402,2 Mio. ohne Umsatzsteuer (Vorjahr: DM 7.583,3 Mio.), der im wesentlichen auf den zu Jahresbeginn erfolgten Verkauf von 73 INTERSPAR SB- Warenhaeusern zurueckzufuehren ist. Waehrend der Grosshandel, die Lebensmittel-Discountmaerkte und der Bereich Convenience- und Systemkunden Umsatzzuwaechse erzielten, verlief die Umsatzentwicklung bei den EUROSPAR Verbrauchermaerkten unbefriedigend.

Durch die Belieferung der abgegebenen SB-Warenhaeuser und die ueberaus positive Entwicklung im Bereich Convenience- und Systemkunden steigerte der Grosshandel seinen Umsatz um 4,4 Prozent auf DM 2.844,9 Mio. (Vorjahr: DM 2.725,8 Mio.). Im konzerneigenen Einzelhandel steigerten die Verbrauchermaerkte ihren Umsatz durch die Integration der im Konzern verbliebenen ehemaligen SB-Warenhaeuser um 22,2 Prozent auf DM 1.528,9 Mio. (Vorjahr: DM 1.251,3 Mio.). Auf bereinigter Flaeche sank der Umsatz jedoch um 8,9 Prozent.

Sehr erfreulich entwickelten sich wiederum die Netto Lebensmittel-Discountmaerkte. Mit einer aus der Expansion resultierenden Umsatzsteigerung von 13,0 Prozent auf DM 1.687,9 Mio. (Vorjahr: DM 1.494,2 Mio.) und einem Wachstum von 0,8 Prozent auf bestehender Flaeche hebt sich dieser Bereich deutlich positiv von der Branchenentwicklung ab. Der Bereich sonstiger Einzelhandel, in dem alle zur Privatisierung vorgesehenen ehemaligen PRO-, Safeway- und Pfannkuch-Maerkte zusammengefasst sind, reduzierte den Umsatz durch die kontinuierlich steigende Zahl von Privatisierungen um 27,4 Prozent auf DM 340,5 Mio. (Vorjahr: DM 469,1 Mio.).

Der ueberproportionale Rueckgang der Rohertragsmarge von 22,8 Prozent im Vorjahr auf 19,5 Prozent ist in erster Linie auf den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Anteil des konzern- eigenen Einzelhandels zurueckzufuehren. Das operative Ergebnis vor neutralen Aufwendungen und Ertraegen und Koerperschaftsteuer sank auf minus DM 109,7 Mio. (Vorjahr: plus DM 35,6 Mio.).

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens auf mittelgroße und kleine Verkaufsflächen hat insbesondere der Bereich Convenience- und Systemkunden im ersten Halbjahr 1999 wesentliche Fortschritte erzielt. Nach der Einrichtung einer eigenen Logistikorganisation konnte die Lieferqualität für bundesweit rund 2.000 Convenience-Kunden erheblich verbessert werden. Mit der Conoco Mineraloel GmbH wurde ein Vertrag zur Belieferung von 600 Jet-Tankstellen ab Jahres- beginn 2000 unterzeichnet. Darüber hinaus beliefert SPAR seit Juni des Jahres alle 27 Ringeltaube-Flughafenmärkte der LSG- Food und Nonfood Handel GmbH. Mit der Eröffnung eines SPAR express Convenience-Shops auf dem Werksgelände der BASF in Ludwigshafen hat der Bereich Convenience-und Systemkunden schließlich ein weiteres neues Geschäftsfeld erschlossen. Unabhängig von den gesetzlichen Ladenöffnungszeiten versorgt der SPAR express Markt 41.000 BASF-Mitarbeiter mit einem kompletten Lebensmittelsortiment. Die Eröffnung weiterer Standorte ist bereits in Planung.

Fuer das zweite Halbjahr 1999 erwartet der Vorstand keine wirkliche konjunkturelle Besserung im Lebensmitteleinzelhandel. Vor allem aufgrund des aggressiven Preiswettbewerbs erwartet er daher auch fuer das zweite Halbjahr ein operativ negatives Ergebnis. Das Geschaeftsjahr 1999 wird von einem klaren Konsolidierungskurs bestimmt, wobei der Vorstand aus den bereits eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen eine Verbesserung des Gesamtergebnisses der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit gegenueber dem Vorjahreswert erwartet. Er geht jedoch davon aus, das die SPAR Handels-AG fuer das Geschaeftsjahr 1999 einen Jahresfehlbetrag erwirtschaften wird.

Ansprechpartner fuer Rueckfragen: SPAR Handels-AG, Konzernkommunikation, Dr.Joerg Schillinger, Tel. 040/ 8394- 1789

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