Posset: Von "Aktion Fairness” profitieren Arbeitnehmer wie Arbeitgeber

Erfolge der Nö-Wirtschaft basieren nicht auf Benachteiligung der ArbeiterInnen

Wien (ÖGB-NÖ). Von der von ÖGB und AK gestarteten "Aktion Fairness”, die eine rechtliche Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten und damit die Aufhebung eines arbeitsrechtlichen Anachronismus zum Ziel hat, der auf der Gewerbeordnung aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts basiert, würden nicht nur die ArbeiterInnen profitieren, sondern auch die Unternehmen - sieht doch das Maßnahmenpaket eine gleichzeitige Entlastung der Betriebe um österreichweit zwei Milliarden Schilling vor, stellt der Landessekretär des ÖGB-NÖ, KR Gerhard Posset, zu den jüngsten Behauptungen des Obmannes der Sektion Handwerk und Gewerbe der Wirtschaftskammer Niederösterreich, KR Trnka, klar, die dieser in der dieswöchigen Ausgabe von "Die niederösterreichische Wirtschaft” (Nr.: 24/13.8.99) aufgestellt hatte. "Die Erfolge der niederösterreichischen Wirtschaft basieren sicher nicht auf der rechtlichen Benachteiligung Tausender ArbeitnehmerInnen, sondern auf dem hohen Ausbildungsniveau der Beschäftigten, der hohen Qualität ihrer Arbeit und dem Können der Betriebe”, unterstrich Posset. ++++

Den Gewerkschaften zu unterstellen, sie würden die Betriebe vorsätzlich in Insolvenzen und Konkurse treiben, ist angesichts der jahrzehntelangen Erfolge der Sozialpartnerschaft und einer stets maßvollen Politik der Arbeitnehmervertretungen absurd und ebenso falsch, wie der von Trnka behauptete Mitgliederschwund im ÖGB-NÖ, stellte der Landessekretär klar. "Im vergangenen Jahr konnte der ÖGB-NÖ einen Mitgliederzuwachs in Höhe von 0,9 Prozent verzeichnen und stellt mit rund 260.000 Mitgliedern eine machtvolle Vertretung der Erwerbstätigen dar - weil die Beschäftigten wissen, wer ihre Interessen wirklich vertritt”, hob Posset hervor.

Zweifelsohne hat sich das Leben in Niederösterreich in den letzten eineinhalb Jahrhunderten maßgeblich verändert, Wohlstand und soziale Sicherheit prägen heute ein Bundesland, das mit rund 515.000 unselbständig Erwerbstätigen den höchsten Beschäftigungsstand seiner Geschichte erreicht hat. "Dennoch gibt es Wirtschaftsfunktionäre, die sich an Regelungen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts klammern und den Untergang predigen, sollte an diesen gerüttelt werden”, kritisierte der Landessekretär.

Eine erfolgreiche Wirtschaft brauche motivierte, gutausgebildete Beschäftigte mit gleichen Rechten, eine moderne, zukunftsweisende Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur und Betriebe, die gemeinsam mit ihren Beschäftigten die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich in Angriff nehmen. "Die krampfhafte Aufrechterhaltung überkommener Strukturen und die vorsätzliche Benachteiligung Tausender Arbeitnehmer sind jedenfalls kein sinnreicher Beitrag zur weiteren Entwicklung unseres Bundeslandes”, schloss Posset. (Bac-)

ÖGB, 19. August 1999 Nr. 406

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