AK Wien Test zeigt: Ungenügende Kontrollen in den Obst- und Gemüseabteilungen

Beanstandungen in mehr als einem Drittel der Supermärkte

Wien (OTS) – Mehr als ein Drittel der untersuchten Obst- und Gemüseabteilungen in den Wiener Supermärkten waren mangelhaft. Das zeigt der jüngste Test der Wiener AK Konsumentenschützer. Bemängelt wurden schimmelige oder teilweise überlagerte Waren, schlecht zugeordnete und fehlende Preise, falsch angegebene Handelsklassen und Konservierungsmittel. Die AK
Konsumentenschützer verlangen: Der Handel muss vermehrt Eigenkontrollen durchführen. Zugleich soll die
Lebensmittelaufsicht die Hygiene- und Kennzeichnungsvorschriften überprüfen. ****

Erfrischendes Obst oder vitaminreiches Gemüse sollen im Sommer frisch auf den Teller kommen. Die AK Konsumentenschützer wollten daher wissen, wie es um die Obst- und Gemüseabteilungen in den Wiener Supermärkten bestellt ist: Stimmen Qualität und Kennzeichnungsvorschriften, sind die Abteilungen sauber, werden
die Preisauszeichnungsvorschriften eingehalten und sind die Preise korrekt zugeordnet,
sind die Handelsklassen und Konservierungsmittel richtig
etikettiert und stimmt die Eichung der Waagen. Die Untersuchung führte die Lebensmittelversuchsanstalt im Auftrag der AK Wien in
26 Wiener Supermärkten durch.

Faul, saftig,......
60 Prozent der untersuchten Betriebe wurden als sehr gut bis gut bewertet:
In nur acht Supermarkt-Filialen waren die Obst- und Gemüseabteilungen wirklich einwandfrei. Sie erhielten zwischen 96 bis 100 Punkte.

In weiteren acht Betrieben wurden leichte Mängel geortet, damit konnten sie noch als gut eingestuft werden. So wurde
beispielsweise bei einzelnen Produkten die Handelsklasse nicht angegeben oder einzelne Produkte waren angeschlagen und nicht aussortiert. Die Betriebe schnitten mit einer Punktezahl zwischen
91 und 95 ab.

10 Obst- und Gemüseabteilungen (40 Prozent) wurden allerdings als durchschnittlich bis unterdurchschnittlich bewertet. Häufig beanstandet wurden dabei teilweise überlagerte oder schimmelige Produkte, schlecht zugeordnete Preise sowie falsche oder fehlende Angaben über Handelsklassen und Konservierungsmittel. Die Geschäfte bekamen zwischen 80 bis 90 Punkte.

Mehr Kontrolle
Ein Anteil von 40 Prozent der als bloß durchschnittlich bewerteten Obst- und Gemüseabteilungen ist für die AK Konsumentenschützer unbefriedigend hoch. Daher verlangt die AK:

+ Der Handel muss vermehrt Eigenkontrollen durchführen. In vielen Geschäften funktioniert zwar die Betreuung in den Obst- und Gemüseabteilungen. Aber: Um Mißstände hintanzuhalten, muß der Handel dafür sorgen, dass genügend Personal vorhanden ist, das die hygienischen Standards regelmäßig überprüft, die verschimmelte oder überlagerte Ware aus den Regalen aussortiert und die Preisauszeichnung nachprüft.

+ Zugleich soll die Lebensmittelaufsicht Kontrollen hinsichtlich Hygiene und Kennzeichnung durchführen. Hauptsächlich bei schon festgestellten Mängeln müssen gezielte Nachkontrollen erfolgen.

Zur Bewertung
Die Bewertung erfolgte aufgrund eines Punkteschemas. Für den Optimalzustand gab es 100 Punkte - je mehr und je gravierender die Mängel, desto mehr Punkte wurden abgezogen. Das führte zu den Beurteilungskriterien sehr gut, leichte Mängel (gut), durchschnittlich, unterdurchschnittlich und nicht
zufriedenstellend. Diese Bewertung wird oft auch von den
Unternehmen selbst zur Beurteilung ihrer Betriebe herangezogen.

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