Merck mit hoher Ertragsstärke auf Wachstumskurs

Darmstadt (ots) - * Erstes Halbjahr 1999: Umsatz + 9,7 Prozent, EBIT (bereinigt) + 10,4 Prozent

  • Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erneut verstärkt
  • Pharma überdurchschnittlich gewachsen

Die Unternehmen der Merck-Gruppe haben im 1. Halbjahr 1999 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und den Umsatz weltweit um 9,7 Prozent auf 4.531 Mio. DM gesteigert. Das Operative Betriebsergebnis (EBIT) stieg - bereinigt um einen Sonderertrag im EBIT des Vorjahres - um 10,4 Prozent auf 575 Mio. DM. Im gleichen Zeitraum hat Merck die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 21 Prozent auf 494 Mio. DM sowie die Investitionen in Sachanlagen um 23 Prozent auf 338 Mio. DM erhöht und damit erneut nachdrücklich in die Innovationskraft und Zukunftssicherung des Unternehmens investiert. Trotz dieser Aufwendungen stieg das Betriebsergebnis der Unternehmensbereiche im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent auf 624 Mio. DM. Merck definiert die Summe aus dieser Kenngrösse und den F&E-Aufwendungen als Ertragsstärke des Unternehmens; dieser Wert ist im ersten Halbjahr um zwölf Prozent auf 1.118 Mio. DM gewachsen.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

Alle Unternehmensbereiche der Merck-Gruppe haben positiv zur Umsatzentwicklung beigetragen. Pharma zeigte erneut einen überdurchschnittlich guten Geschäftsverlauf; Labor und Spezialchemie entwickelten sich im ersten Halbjahr zufriedenstellend.

Pharma
(Umsatzanteil: 60 Prozent, Ergebnisanteil: 73 Prozent, Umsatzrendite: 17 Prozent)

Der Unternehmensbereich hat seinen Umsatz um 14,4 Prozent auf 2.710 Mio. DM gesteigert. Bei deutlich erhöhten Forschungsaufwendungen (+25 Prozent auf 410,6 Mio. DM) ist das Betriebsergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 1998 um 6,6 Prozent auf 461 Mio. DM gestiegen. Die Umsatzrendite liegt - wie im Durchschnitt des Vorjahres - im ersten Halbjahr 1999 unverändert bei 17 Prozent. Die Mehraufwendungen in der Forschung konzentrieren sich vor allem auf die Onkologie-Projekte, die für die gesamte Merck-Gruppe von strategischer Bedeutung sind. Die erstmalige Konsolidierung der Merck-Beteiligung am Generikahersteller Pharmaceutical Resources Inc. (New York/USA) hat entscheidend zum Umsatz-Plus von 31 Prozent bei Pharma in Nordamerika beigetragen.

Labor
(Umsatzanteil: 22 Prozent, Ergebnisanteil: 14 Prozent, Umsatzrendite: 8,9 Prozent)

Der Unternehmensbereich hat den Umsatz im ersten Halbjahr 1999 um 3 Prozent auf 983 Mio. DM gesteigert und damit das rückläufige erste Quartal mehr als ausgeglichen. Das Betriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 87,6 Mio. DM; die Umsatzrendite stieg von 7,2 Prozent im Durchschnitt des Vorjahres auf 8,9 Prozent. Zum Umsatzwachstum beigetragen hat insbesondere die erstmalige Konsolidierung der CN Biosciences (San Diego/USA), einem weltweit führenden Anbieter von Reagenzien für die bio- und gentechnologische Forschung.

VWR Scientific Products Corp. (West Chester/USA), der amerikanische Marktführer im Laborhandelsgeschäft, hat die Umsätze im ersten Halbjahr um elf Prozent auf 725 Mio: USD gesteigert. Aufgrund einer Beteiligungsquote von weniger als 50 Prozent wurden die Umsätze dieses Unternehmens bislang bei Merck nicht konsolidiert. Im Rahmen eines Übernahmeangebotes (tender-offer) hat Merck im Juli 1999 die noch ausstehenden Aktien zum Stückpreis von 37 USD erworben und verfügt nun über mehr als 95 Prozent der Anteile an VWR. Ab August 1999 wird das Geschäft von VWR vollständig bei Merck konsolidiert. In Europa kommt die Bildung der Merck Eurolab-Gruppe als eigenständige Labordistributionsgesellschaft planmäßig voran; hier wird die Position von Merck als führender Laborhändler in Europa weiter konsequent ausgebaut.

Spezialchemie
(Umsatzanteil: 18 Prozent, Ergebnisanteil: 13 Prozent, Umsatzrendite: 9,9 Prozent)

Der Unternehmensbereich hat den Umsatz im 1. Halbjahr 1999 um 4,1 Prozent auf 814 Mio. DM gesteigert. Nach einem eher verhaltenen Beginn hat sich die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal insgesamt deutlich verbessert. Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,6 Prozent auf 80 Mio. DM, die Umsatzrendite stieg -gegenüber einem Vorjahresdurchschnitt von 6,9 Prozent - im ersten Halbjahr 1999 auf 9,9 Prozent.

Regionale Entwicklung

Europa bleibt trotz eines um 2 Prozent auf 54 Prozent gesunkenen Umsatzanteils der wichtigste Markt der Merck-Gruppe. Der Umsatz wurde hier vor allem durch Pharma um 5,6 Prozent auf 2.432 Mio. DM gesteigert. In Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 1 Prozent auf 682 Mio. DM. Bei stagnierendem Pharmageschäft und rückläufigen Verkäufen der Spezialchemie erbrachte der Laborbereich einen deutlichen Zuwachs. Das Geschäft in Nordamerika (Umsatzanteil: 21 Prozent) entwickelte sich mit einem Plus von 28 Prozent weiterhin sehr erfolgreich. Während die Spezialchemie stagnierte, ergaben sich bei Pharma und Labor aufgrund der Veränderungen im Konsolidierungskreis hohe Zuwächse. Die wirtschaftliche Krise in Lateinamerika (Umsatzanteil: 7 Prozent) führte zu einem Umsatzrückgang von insgesamt 7,3 Prozent auf 318 Mio. DM, von dem Labor und Spezialchemie stark betroffen waren. Dagegen erhöhte sich der Umsatz in Asien (Umsatzanteil: 13 Prozent) um 14 Prozent auf 586 Mio. DM. Hier legten Labor und Spezialchemie jeweils um etwa 20 Prozent zu.

Mitarbeiter

Am 30.06.1999 waren in der Merck-Gruppe 29.718 Mitarbeiter beschäftigt, dies sind 669 Personen oder 2,3 Prozent mehr als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Dieser Zuwachs ist in erster Linie auf Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. In Deutschland nahm die Zahl der Mitarbeiter um 0,8 Prozent auf 8.166 zu.

Ausblick

Merck erwartet, dass sich die leichte Konjunkturverbesserung im zweiten Halbjahr 1999 fortsetzen wird. Dies gilt speziell für die USA, die wirtschaftlich wieder konsolidierte Region Südostasien sowie die Europäische Union. Im Pharmabereich erwartet Merck eine Fortsetzung der guten Umsatzentwicklung, vor allem getragen durch erfolgreiche Verkäufe des Antidiabetikums Glucophage(r) und des Betablockers Concor(r) (Ziac(r)) im amerikanischen Markt. Im Unternehmensbereich Labor sollten starke Impulse aus den Regionen Nordamerika und Asien sowie aus dem deutschen Markt zu einer weiteren Verbesserung des Geschäftes führen. Für die Sparten der Spezialchemie, die stark vom Konjunkturverlauf in den Abnehmerbranchen beeinflusst sind, werden in den kommenden Monaten ebenfalls gute Geschäfte erwartet.

Bei einer weiteren Erholung der weltwirtschaftlichen Lage rechnet Merck für das gesamte Jahr 1999 mit einem zweistelligen Umsatzanstieg. Das Ergebnis des laufenden Jahres wird wegen eines beträchtlichen Sonderertrages im Vorjahres-EBIT nicht direkt mit dem Ergebnis des Vorjahres vergleichbar sein. Auf vergleichbarer Basis erwartet Merck trotz der erheblich gesteigerten Forschungsausgaben ein verbessertes Ergebnis.

Hinweis an die Redaktionen: Ausführliche Informationen zur Geschäftsentwicklung der einzelnen Unternehmensbereiche enthält der Zwischenbericht für das 1. Halbjahr 1999 im Internet (http://www.merck.de)

Die Merck KGaA ist ein Verbund innovativer Unternehmen, die mit ihren Produkten in den Märkten Pharma, Labor und Spezialchemie entscheidende Beiträge zu mehr Gesundheit und Lebensqualität leisten. Das Unternehmen mit Sitz in Darmstadt ist mit 30.000 Mitarbeitern in 120 Ländern vertreten und erzielt einen Umsatz von rund neun Milliarden DM. Merck betrachtet die Förderung der Eigeninitiative und Selbstverantwortung der Mitarbeiter, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie strikte Kundenorientierung in den Märkten als Schlüssel zum langfristigen Unternehmenserfolg.

ots Originaltext: Merck KGaA
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