ÖGB: Klage gegen Stronach heute eingereicht

Rufschädigende Äußerungen - Klage auf Unterlassung

Wien (ÖGB). Der ÖGB brachte heute eine Klage gegen Frank Stronach beim Landesgericht Wiener Neustadt ein. ”Aufgrund der völlig inakzeptablen Vorwürfe Stronachs hat der ÖGB Klage wegen Rufschädigung und Unterlassung eingebracht. Dieser Schritt ist auch ein Zeichen dafür, dass der ÖGB die oft schwierige Arbeit von Zehntausenden BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen für ArbeitnehmerInnen voll unterstützt", so der Leitende Sekretär des ÖGB, Dr. Richard Leutner. ++++

Die Klage bezieht sich auf das News-Interview vom 12. 8. 1999. Leutner: ”Das Interview enthält eine Reihe von Textstellen, die den ÖGB veranlasst haben, die Klage gegen Stronach einzubringen.” Stronachs Wortwahl und das Verhalten gegenüber der Gewerkschaft könne nicht unwidersprochen bleiben, so Leutner. ”Tausende MitarbeiterInnen und FunktionärInnen setzen sich täglich für die Interessen der österreichischen ArbeitnehmerInnen ein. Wir lassen nicht zu, dass sie dafür pauschal verunglimpft werden.”

”Der ÖGB hat so viele Leistungen für die Österreichischen ArbeitnehmerInnen und die gesamte Wirtschaft erbracht, dass er es nicht nötig hat, sich Stronachs Unterstellung gefallen lassen zu müssen,” sagt Leutner. Er weist darauf hin, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Urlaubsregelungen, Kündigungsschutz und viele andere soziale Leistungen, die heute allen selbstverständlich sind, aufgrund der Initiativen und unter Mitwirkung des ÖGB zustandegekommen sind.

Stronach habe mit seinen Äußerungen versucht, die Gewerkschaft zu diskreditieren und ihr Schaden zuzufügen. Auf Grund der Wiederholungsgefahr wurde auf Unterlassung und Rufschädigung geklagt.

"Der ÖGB steht auf Seite Tausender engagierter BetriebsrätInnen, PersonalverteterInnen und 1,5 Mio. Mitglieder. Solche Äußerungen und die Missachtung der Gesetze dürfen nicht zur Praxis werden", meinte Leutner abschließend. (bfm)

ÖGB, 19. August 1999 Nr. 407

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