Strommarktliberalisierung: Nur Verbund steht ernsthaft im Wettbwerb

Wien (OTS) - Scharf zurückgewiesen wird seitens des Verbund die in einer Aussendung der Landes-Energieversorgungsunternehmen aufgestellte Behauptung, der Gesetzgeber habe mit dem ElWOG den Verbund in besonderer Weise geschützt und damit eine Senkung der Strompreise verhindert. Wahr ist vielmehr, daß seit Inkrafttreten des ElWOG der Verbund verglichen mit anderen heimischen Energieversorgern mit großem Abstand am stärksten im liberalisierten Markt steht, während einige Landes-EVU sich zu weitaus geringeren Teilen im freien Wettbewerb bewähren müssen.

Während der Marktöffnungsgrad für den Verbund bereits seit dem Start der Liberalisierung am 19. Februar des heurigen Jahres 67 Prozent beträgt, liegt beispielsweise der Vergleichswert bei der EVN bei lediglich 12,3 Prozent, bei der Wienstrom bei 11,5 Prozent. Die Vorarlberger VKW kann vorerst überhaupt ohne Konkurrenz auf einem geschützten Heimmarkt operieren.

Bis zur dritten, vorläufig letzten Stufe der im ElWOG vorgesehenen Marktöffnung im Jahr 2003 wird der Verbund zu 83 Prozent im freien Markt stehen. Die EVN bringt es bis dahin auf einen Marktöffnungsgrad von gerade 24,7 Prozent, die Wienstrom von 19,2 Prozent und die VKW von 29,9 Prozent.

Auch die ständig wiederkehrende Behauptung mancher Landes-EVU, sie könnten den Strompreis aufgrund der teuren Koordinierungslieferungen des Verbund nicht vorzeitig senken, geht laut Verbund ins Leere. Erstens werden die Koordinierungspreise gemäß ElWOG in den nächsten Jahren schrittweise an das europäische Strommarktpreisniveau angepaßt. Zweitens beziehen einzelne Landesgesellschaften bereits jetzt nur noch geringe Teile ihrer gesamten Stromabgabe auf Basis von Koordinierungsverträgen. Und drittens ergibt ein Vergleich der Koordinierungspreise des Verbund mit den durchschnittlichen Abgabepreisen der Landes-EVU an nicht "wahlberechtigte" Kunden immer noch satte Profite für manche Landesenergieversorger.

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