AK: Nicht jammern – Lehrstellen schaffen!

Klage über angeblich hohe Lehrlingskosten nicht gerechtfertigt – bereits fast 30 konkrete Entlastungen für Lehrbetriebe müssen endlich wirken

Wien (OTS) – "Die Unternehmer müssen endlich ausreichend Lehrstellen schaffen", verlangte heute, Mittwoch Ernst Löwe,
Leiter der AK Wien Abteilung Lehrlings- und Jugendschutz. Er kritisiert, daß die Wirtschaftskammer über die angeblich so hohen Personalkosten für Lehrlinge klagt. Tatsächlich habe es in den letzten 2 Jahren fast 30 ganz konkrete Entlastungen für Lehrbetriebe gegeben. Ab 2000 wird die Ausbildung von Lehrlingen insgesamt mit rund 2,3 Milliarden Schilling gefördert. "Diese Entlastungen müssen endlich wirken. Darüber soll die Wirtschaftskammer die Unternehmer informieren – und für die Ausbildung von Lehrlingen werben", sagt Löwe. ****

Lehrbetriebe zahlen für ihre Lehrlinge in den ersten drei Lehrjahren keinen Unternehmerbeitrag mehr zur Krankenversicherung, das Arbeitsmarktservice wird die Aufnahme von Lehrlingen heuer mit schätzungsweise 600 Millionen Schilling fördern. Zusätzlich bekommen die Unternehmer bereits jetzt 20.000 Schilling Steuerfreibetrag für Lehrlinge im ersten Lehrjahr – und dieser Steuerfreibetrag wird 2000 auf alle drei Lehrjahre ausgedehnt und dann insgesamt 60.000 Schilling pro Lehrling betragen. Das sind
nur drei der fast 30 Entlastungen für Lehrbetriebe. Ab 2000 summieren sich die finanziellen Entlastungen auf 2,3 Milliarden Schilling. Dazu kommen noch viele Anreize für Unternehmen – zum Beispiel die Herabsetzung des Alters, bis zu dem besondere Schutzbestimmungen für Jugendliche gelten, von 19 auf 18; und in vielen Berechen die weitgehende Anpassung der
Arbeitszeitregelungen für Jugendliche an die der Erwachsenen.

"Diese Entlastungen müssen endlich wirken. Die Unternehmer sollen Lehrstellen schaffen. Dafür soll auch die Wirtschaftskammer werben", verlangt AK Wien Lehrlings- und Jugendschützer Ernst Löwe.

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