Vranitzky zu Magna: Betriebsratssystem besser, kann aber nicht aufgezwungen werden Androsch über Stronach: Schulterschluß Vranitzky und Haider ist Sache

Stronach Androsch kritisiert Stronach hart, hingegen Unterstützung von Thomas Prinzhorn Vorausmeldung zu News Nr. 33/99 vom 19.8.1999

Wien (OTS) - Ex-Kanzler und Magna- Aufsichtsrat Franz Vranitzky,
der im Streit zwischen Frank Stronach und der Gewerkschaft vermitteln soll, gibt im News-Interview dem Betriebsratssystem gegenüber dem von Magna bevorzugten Modell der Vertrauenspersonen den Vorzug. Vranitzky: Das Betriebsratssystem sei "hierzulande eingeführt und daher in seiner rechtlichen Position kalkulierbar. Gibt aber gleichzeitig in Richtung Gewerkschaft zu bedenken, daß allerdings Betriebsräte "keiner Unternehmensleitung von außen verordnet und auch nicht auf dem Klagswege herbeigeführt werden" könnten. "Entscheidet sich die Belegschaft für die Errichtung eines Betriebsrates", so der Alt-Kanzler weiter, "dann hat das Management das aber zur Kenntnis zu nehmen. Ich vertrete im Magna-Aufsichtsrat die Auffassung, daß die Unternehmensleitung diese Vorgänge durch nichts zu unterbinden hat." Wenn das geschehe, werde auch bald Ruhe und Sicherheit für beide Seiten einkehren. "Politische Aufregungen", so Vranitzky, seien jedenfalls nicht hilfreich. Außerdem habe die "Auseinandersetzung über Schutzgeldzahlungen mit der Wahl eines Betriebsrates nichts zu tun."

Unterstützung erhält Stronach von Thomas Prinzhorn. Der Industrielle zu News: "Stronach hat inhaltlich recht, viele denken so wie er." Die Gewerkschaft sei hingegen "strukturkonservativ", Metaller-Chef Rudolf Nürnberger ein "Fossil".

Kritisch äußert sich hingegen Hannes Androsch im News-Interview. "Die Gewerkschaften können sich zu Recht ein negatives Außenseiterverhalten nicht gefallen lasse, und die Regierung darf die Mißachtung unserer Gesetze nicht dulden. Darüber hinaus scheinen der in der abgewickelten Form ungewöhnliche Erwerb von Steyr-Daimler-Puch sowie die im Zuge eines umstrittenen Projektes bereits erfolgten Grundstücksumwidmungen mehr als untersuchungsbedürftig. Satanische Ironie dabei: der Schulterschluß von Vranitzky und haider in Sachen Stronach.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS Chefredaktion
Tel.: 01/213 12/103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS