Haupt: Kärntner Patientenrecht muß bundesweite Geltung erlangen

Wien, 1999-08-18 (fpd) - Für den freiheitlichen Sozialsprecher Mag. Herbert Haupt, der selbst nach dem Erhalt mehrerer Blutkonserven in den 80-er Jahren mit dem Hepatitis C Virus infiziert wurde, sind die derzeitigen patientenrechtlichen Zustände in Österreich auf die Trägheit des Gesundheitsministeriums zurückzuführen.****

Das derzeitige, von der Bundesregierung unterstützte Patientenrechtssystem ist ein zwei Klassen System", kritisierte Haupt.
"Nur ein elitäre Personenkreis, der über ausreichende finanzielle Mittel und über eine qualitativ hochwertige Rechtsberatung verfügt, hat in Österreich die Möglichkeit, nach jahrelangen Prozessen einen -im Vergleich zur tatsächlichen Schadenshöhe und anderen EU-Ländern gegenüber - geringen Betrag zu erstreiten, kritisierte Haupt weiter.

"Es gibt bis heute keinen verschuldensunabhängigen Fonds zur raschen und unbürokratischen Hilfe kunstfehlergeschädigter Patienten und trotz zahlreicher freiheitlicher Vorschläge im Rahmen von 25 parlamentarischen Anfragen wurden die freiheitlichen Forderungen nach Fondslösungen und die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung Angehöriger nicht umgesetzt".
"Es sind immer mehr Personen, die sich im Lichte des Skandals von Freistadt bei uns Politikern melden und das "Alleingelassenwerden" in patientenrechtlichen Fällen bestätigen". So ist die bundesweite Übernahme aller Forderungen der von Dr. Jörg Haider in Kärnten unterzeichneten Patientencharta das Gebot der Stunde, forderte Haupt.

"Im Lichte des derzeit für Österreich beispielgebenden Plasmaprozesses ist laut Aussagen von Experten, in den nächsten 8 -10 Jahren österreichweit mit einem Ansteigen der Lebertransplantationen um 50 Prozent, also einer Verdoppelung zu rechnen. Begründet ist diese Entwicklung in der hohen Zahl an Hepatitis C infizierten Personen, deren Krankheitsverlauf in einer akuten Leberzirrhose mündet und letztendlich eine Lebertransplantation erfordert", erklärte Haupt.

"Aus diesem Grund ist es im Sinne einer vorausdenkenden Gesundheitspolitik für den Südosten Österreichs erforderlich das erfolgreiche Transplantationsteam Graz (80 % Erfolgsquote) zu unterstützen und neben Innsbruck und Wien als drittes Transplantationszentrum zu installieren", forderte Haupt.

Denn nur durch eine Gesundheitspolitik des jahrelangen Vorausdenkens und Planens kann, auch im Hinblick auf die erhöhten Transplantationszahlen der nächsten Jahre, den Österreicherinnen und Österreichern ein finanzierbares und effizientes Gesundheitssystem gewährleisten, unterstrich Haupt die freiheitlichen Forderungen. (Schluß)

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