ARBÖ: Internationale Seniorenunfälle im Vergleich

Wien (ARBÖ) - Die Frage, ab welchem Alter man zu den "Senioren” gehört, wird unterschiedlich beantwortet. Für manche beginnt der Senior-Autofahrer schon ab dem 40. Lebensjahr. Auch die Altersgrenzen 55 und 60 Jahre, mit denen allgemein der Ruhestand angetreten wird, sind Eckpunkte im Autofahrerleben. Diese Senioren sind unternehmungslustig und haben häufig gerade ein neues Auto erworben. Eine weitere Altersgrenze, ab der man von "Senioren” spricht, ist das 65. Lebensjahr. In der Statistik wird meist die Altersgruppe der "Senioren” mit "65 Jahre und älter” festgelegt. Entsprechend diesen Grenzen werden auch internationale Unfallstatistiken erstellt, wie etwa die Unfallstatistik 1997 der IRTAD, der International Road Traffic and Accident Database der OECD. Der ARBÖ analysiert.

Mag. Elisabeth Brugger-Brandau, volkswirtschaftliche Referentin des ARBÖ: "Die Senioren in Österreich sind durchaus mehr gefährdet, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, als in den anderen EU-Ländern." 1997 betrug die Getötetenrate pro 100.000 Einwohner der Altersgruppe "über 65 Jahre” 17,17 und lag damit an drittletzter Stelle. Schlechter liegen nur Griechenland und
Portugal mit 29,9 und 34,2 (Werte sind nur von 1995 bzw. 1996 verfügbar). Die niedrigste Getötetenrate in dieser Altersgruppe weist Großbritannien mit 8,5 auf. In den Altersgruppen 55-59 Jahre und 60-64 Jahre liegen die Werte für Österreich zwar etwas besser - 12,42 bzw. 10,96 bei Verkehrsunfällen Getötete von je 100.000 Personen der jeweiligen Altersgruppe - jedoch ebenfalls im schlechteren Drittel im Vergleich der EU-Länder.

Auszug aus der Statistik 1997 der IRTAD
Bei Verkehrsunfällen Getötete je 100.000 Einwohner:

Land 65 Jahre und älter ---------------------------------------
Luxemburg (1996) ...... 6,9
Großbritannien ........ 8,5
Deutschland ........... 10,7
Schweden .............. 11,1
Niederlande ........... 12,8
Belgien ............... 14,3
Spanien ............... 14,4
Irland ................ 15,7
Italien ............... 15,8
Dänemark (1996) ....... 16,2
Finnland .............. 16,3
Frankreich ............ 16,5
Österreich ............ 17,2
Griechenland (1995) ... 27,9
Portugal (1996) ....... 34,2

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