FPÖ fordert stärkere Bekämpfung des Drogenhandels in Wien

Wien, (OTS) "Die Drogenszene in Wien ist der Exekutive entglitten", stellte Mittwoch der Klubobmann der FPÖ Mag. Hilmar Kabas in einem Pressegespräch fest. Kabas wiedersprach auch Darstellungen von StR. Dr. Sepp Rieder, wonach es in Wien eine erfolgreiche Bekämpfung des Drogenhandels in Wien gebe. Rieder sollte sich die diesbezüglichen Medienberichte ansehen, oder in
die Bezirke hinaus gehen, meinte Kabas. Mit verstärkter Straßensozialarbeite könne man nicht den Drogenhandel bekämpfen.

Der Drogenhandel habe sich, so Kabas, nach den Razzien Mitte Mai in Richtung 10. Bezirk verlagert. Vor allem am Reumannplatz
und am Südtiroler Platz könnten die Dealer ihren Geschäften nahezu ungehindert nachgehen. Im Gegensatz zur Meinung von SPÖ und Polizei, dass die offene Drogenszene zu tolerieren sei, verlange
die FPÖ eine massivere Bekämpfung. Händler würden zunehmend aggressiver agieren und "Schwarzafrikaner im Designer-Anzug und
mit Handy verteilen kostenlos Drogen, um neue Kunden anzuwerben", erklärte Kabas. Dabei sei auch eine neue synthetische Drogen im Handel, die besonders rasch abhängig mache.

Die Drogenszene habe sich verlagert und die Polizei setze zu wenig nach. Vor allem aber die Justiz "bremse" in diesem Zusammenhang, da es nicht genügend Untersuchungsrichter gebe.
Kabas listete die Forderungen der Freiheitlichen auf: Keine Gnade für die Händler, durch permanente Aktionen müsste der Drogenhandel weitgehend zerschlagen werden, ausländische Drogendealer müssten sofort abgeschoben werden und es dürfe künftig keine Möglichkeit für Freipressungen aus der Schubhaft mittels Hungerstreik mehr geben. Vor allem die U-Bahn-Linien sollten stärker überwacht werden, die Kriminalpolizei sollte mehr Personal erhalten und die Justiz muss auf ihren Personalengpass rasch reagieren.

Abschließend erinnerte der FPÖ-Klubobmann an einen Brief des damaligen Bundeskanzlers Vranitzky an den damaligen Bürgermeister Dr. Zilk, in dem Vranitzky mehr als tausend Polizisten mehr für Wien zusagte. Diese Zusage sei bis heute nicht eingehalten worden, aber der neue Innenminister wiederhole dies als Forderung immer wieder. (Schluss) js

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