Die neue Fahrscheingeneration der Wiener Linien

Praktischer, moderner und sicherer

Wien, (OTS) Ab Anfang September ersetzen die Wiener Linien schrittweise die gewohnten Fahrscheine in den eigenen Vorverkaufsstellen, Trafiken und später auch Automaten durch
modern gestaltete Tickets. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien Ges.m.b.H. & Co KG, Dipl.-Ing. Günther Grois stellte das neue Fahrscheindesign Mittwoch in einem Pressegespräch vor.

Wie Grois gemeinsam mit dem Leiter der Tarifabteilung der Wiener Linien, Franz Rehousek, ausführte, haben sich die Wiener Linien bei der neuen Gestaltung der neuen Fahrscheingeneration an den folgenden Vorgaben orientiert: Kundenfreundlichkeit, höhere Fälschungssicherheit und ein insgesamt gefälligeres Erscheinungsbild.

Außerdem machten die Änderung der Rechtsform in die WIENER LINIEN GmbH & Co KG und die doppelte Preisauszeichnung in
Schilling und Euro eine komplette Neugestaltung der Fahrscheine notwendig. Grund genug, bei dieser Gelegenheit auch die anderen Tickets nach modernen Designvorgaben zu überarbeiten.
Dazu kam, dass die seit 1984 in Betrieb befindlichen
Verkaufsgeräte in den Vorverkaufsstellen und die dort
ausgestellten Fahrausweise in technischer Hinsicht nicht mehr den Anforderungen der Zukunft entsprechen.****

Kundenbedürfnisse als Grundlage

Das Ticket als symbolische Eintrittskarte zur Inanspruchnahme einer Verkehrsdienstleistung ist gleichsam die Visitenkarte des Unternehmens, so Grois. Daher bildeten auch Kundenbedürfnisse die Basis für die Neugestaltung der Fahrscheine. Neben einem generell gefälligeren Erscheinungsbild und zeitgemäßem Design flossen die Wünsche der Fahrgäste nach handlicheren Tickets in Scheckkartenformat, besseren Unterscheidungsmöglichkeiten und erhöhter Sicherheit gegen Fälschungen in die Arbeit ein. So sind alle Fahrscheine auf hochwertigem Spezialpapier gedruckt und zeichnen sich durch Sicherheitselemente aus (je nach Fahrausweis werden bis zu vier Sicherheitsmerkmale unterschiedlicher Art in
das Papier eingearbeitet), wie sie auch bei der Produktion von Banknoten angewendet werden.

Neu: Zeitkarten ohne Wertmarken

Die einzelnen Tickets sind farblich klar voneinander unterscheidbar und mit Ausnahme der Streifenkarten in der Größe einer Scheckkarte gehalten. Bei von den Wiener Linien ausgegebenen Zeitkarten wie den Wochen- oder Monatskarten entfällt in Zukunft das lästige Aufkleben der Wertmarke auf die Stammkarte. Die Kunden erhalten dann für jeden gewünschten Zeitraum jeweils eigene Tickets im praktischen Format.

Neue Zusatzkarten für Schüler

Statt Zusatzwertmarken für die Schülerkarte (mit der man die Schülerstreckenkarte auf eine Netzkarte ausweitet) oder für die Nachmittagsbildungskarte gibt es ab September nun Zusatzkarten.
Mit diesen Karten konnte ein Wunsch vieler Eltern erfüllt werden:
Die Zusatzkarte für Schüler kann für einen beliebigen Zeitraum bis zehn Monate gewählt werden. Man kann sie also gleich für mehrere Monate kaufen und muss nicht an jedem Ersten des Monats "picken". Wer allerdings öfter etwas verliert, sollte die Karte lieber nur für jeweils einen Monat kaufen.

Zur Vermeidung von Missverständnissen bei Kontrollen muss allerdings die Nummer der Schülerfreikarte bzw. der Nachmittagsbildungskarte unbedingt auch auf der Zusatz-Monatskarte eingetragen werden.

Einfacheres Handling und neue Farben

Fahrscheine, die in Zukunft bei den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien ausgegeben werden, sind einheitlich gelb. Die
jeweils gewünschte Ticketkategorie und die Gültigkeit wird direkt vor Ort eingedruckt.

Bereits seit Mitte Juni erfolgt der Verkauf dieser neuen Fahrscheine im Kundenzentrum Erdberg im Rahmen eines
Pilotversuchs. Inzwischen sind bereits bei einem Großteil der betriebseigenen Vorverkaufsstellen die neuen Tickets erhältlich. Bis Ende August werden schließlich alle 34 Vorverkaufsstellen der Wiener Linien an das moderne System angeschlossen sein und nur
noch die neuen Fahrscheine vertreiben.

Ab September erfolgt dann die Umstellung der Tickets im Vorverkauf der Trafiken. Sämtliche hier vertriebenen Fahrscheine sind farblich klar voneinander unterscheidbar und mit Ausnahme der Streifenkarten in der Größe einer Scheckkarte gehalten. Damit soll auch das Handling für die Vertriebspartner in den Trafiken erleichtert werden. Auf einen Blick sind in Zukunft auch in hektischen Spitzenzeiten und bei großem Kundenandrang die
einzelnen Ticketkategorien schneller und leichter zu
unterscheiden.

Schrittweise Einführung der neuen Fahrscheine

Im Gegensatz zu den Vorverkaufsstellen der Wiener Linien -
hier erfolgt der Verkauf der neuen Fahrscheine zur Gänze ab September 1999 - werden die gewohnten Tickets in den Trafiken aus administrativen Gründen schrittweise im Lauf des Herbstes durch neue ersetzt. Somit behalten die bisherigen Fahrscheine neben den neuen ihre Gültigkeit und müssen nicht gesondert ausgetauscht werden. Ebenfalls ab Herbst werden schrittweise auch die Automatenfahrscheine durch das neue System ersetzt.

Abrundung der Fahrpreise, wenn der Euro tatsächlich gilt

Mit Einführung der neuen Fahrscheingeneration geben die
Wiener Linien ihren Kunden schon lange vor dem Termin, ab dem die doppelte Preisauszeichnung gesetzlich vorgeschrieben sein wird,
als Serviceleistung Preisinformationen auch in Euro.
Allerdings werden derzeit nur die genau umgerechneten Werte angeführt.

Wenn der Euro 2002 dann tatsächlich gilt, werden alle Fahrscheinpreise auf die nächstfolgende 10-Cent-Einheit
abgerundet. Wenn also ein Preis umgerechnet z.B. 2, 57 Euro ausmachen würde, dann wird auf 2, 50 Euro abgerundet.

Fahrscheinkauf leicht gemacht: Jetzt auch mit elektronischer Geldbörse

Barzahlen ohne Bargeld ist für Kunden der Wiener Linien ja schon lange nichts Neues mehr. Alle Vorverkaufsstellen der Wiener Linien (ausgenommen Simmeringer Hauptstraße) sind mit Bankomatkassen ausgerüstet. Bankomat-, Kredit- und Chipkarten werden akzeptiert. Der Anteil dieser Zahlungsform beträgt ca. 13 Prozent der Verkaufserlöse im betriebseigenen Vorverkauf und
steigt weiter an. In Hinblick auf die Einführung des Euro als Zahlungsmittel haben die Wiener Linien großes Interesse, den bargeldlosen Zahlungsverkehr noch weiter zu forcieren. Die ersten
30 Automaten (sie befinden sich vor allem in besonders stark frequentierten U-Bahn-Stationen) sind inzwischen bereits mit Chipkartenleser ausgestattet. Wer auf seiner Bankomatkarte die "Quick-Funktion" aktiviert hat, kann bei diesen Automaten Fahrscheine mit der Elektronischen Geldbörse kaufen.

Längere Öffnungszeiten des Kundenzentrums zu Schulbeginn

Um all jenen Schülerinnen und Schülern, die nicht bei der Sammeleinreichung der Schule dabei waren und daher noch keine Schülerkarte haben, die Möglichkeit zu geben, sich ihre Karte zu lösen, bietet das Kundenzentrum in Erdberg zu Schulbeginn verlängerte Öffnungszeiten an. Vom 6. bis 17. September sind die Schalter von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Schülerfreifahrt gilt dieses Jahr übrigens bis Montag,
13. September.

Neue Informationsbroschüren ab Montag erhältlich

Gleichzeitig mit den Tickets haben die Wiener Linien auch
alle ihre Tarif-Informationsbroschüren überarbeitet. Die neuen Broschüren sind ab Montag, 23. August 1999, bei allen
Informations- und Vorverkaufsstellen und selbstverständlich auch
im Kundenzentrum Erdberg erhältlich. (Schluss) wstw

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der WIENER LINIEN
Tel.: 7909/44 400

Mag. Johann Ehrengruber

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK