Kindesmißbrauch: Riess-Passer über unmenschliche Haltung der Regierung schockiert

FPÖ initiiert Unterschriftenaktion - "Kinderschänder verdienen keinen Schutz und keine Gnade"

Wien, 1999-08-18 (fpd) - Zutiefst schockiert zeigte sich die geschäftsführende FPÖ-Bundesobfrau Dr. Susanne Riess-Passer über die gestrige Reaktion der Bundesregierung auf die freiheitlichen Forderungen hinsichtlich der Bekämpfung von Kindesmißbrauch. Diese Haltung sei zutiefst unmenschlich. Gleichzeitig kündigte sie eine neue Unterschriftenaktion zu diesem Thema an. ****

"Damit bestätigt sich einmal mehr, daß Rot und Schwarz Täterschutz vor Opferschutz stellen", empörte sich Riess-Passer über die unisono vorgetragene Behauptung von SPÖ und ÖVP, daß die Strafen hoch genug seien und die Täter resozialisiert werden müßten. "Kinderschänder verdienen keinen Schutz und keine Gnade", stellte Riess-Passer unmißverständlich klar. "Wer glaubt, daß solche Täter resozialisiert werden können, ist hochgradig naiv, siebzig Prozent der Täter sind nämlich Wiederholungstäter." Die in den letzten Jahren gefällten Urteile seien eine Beleidigung der Opfer.

"Der Mißbrauch in Biedermannsdorf wäre nicht möglich gewesen, wenn die Nachbarn des Täters über dessen vorherige Straftaten informiert gewesen wären", erklärte Riess-Passer. "Darüber sollten Minister Schlögl und Minister Michalek einmal nachdenken." Wenn Schlögl sich gegen eine "Brandmarkung" der Täter ausspreche, sei dies ein Schlag ins Gesicht aller Opfer, die schließlich lebenslang unter den Folgen solcher Verbrechen zu leiden hätten.

Gerade die Opfer würden aber von der Bundesregierung weitgehend alleine gelassen, beklagte Riess-Passer: "Diese Koalition gibt zwar Unsummen an Steuergeldern für erfolglose Tätertherapien aus, aber für die Betreuung von Opfern und ihren Angehörigen ist kein Geld vorhanden!"

Die FPÖ fordere daher lebenslange Haft für Kinderschänder, die öffentliche Bekanntmachung solcher Unmenschen und dringende Maßnahmen für den Opferschutz. Täglich würden neue Fälle von Kindesmißbrauch bekannt, die von der Bundesregierung betriebene Verharmlosung und Bagatellisierung sei daher höchst unangebracht, betonte Riess-Passer. Da die Regierung offenbar trotz gestiegener Anzeigenzahl nicht willens sei, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, werde die FPÖ eine Unterschriftenaktion initiieren, um hier gegenzusteuern. Die Regierung müsse sich endlich dem Wunsch der Bevölkerung, daß es keine Gnade für Kinderschänder geben dürfe, beuge. (Schluß)

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