Hostasch beruft Sitzung der Gesundheitslandesräte ein-

Qualität im Krankenhaus hat oberste Priorität

Wien, 17. August 1999 (BMAGS)-. Gesundheitsministerin Lore
Hostasch beruft vor dem Hintergrund der Vorgänge im Landeskrankenhaus Freistadt die Gesundheitslandesräte und alle österreichischen Patientenanwälte zu einer außerordentlichen Sitzung ein. Hostasch fordert dabei die für die Gesundheitsagenden zuständigen Landesräte auf, einen genauen Bericht über die Arbeit der Qualitätssicherungskommissionen in ihren Bundesländern vorzulegen. Bei diesem Treffen wird Hostasch die Länder zudem auffordern, eine "Patientenrechtscharta" für jedes Bundesland einzurichten. Mit den Patientenanwälten will Hostasch gemeinsam Strategien für eine praxisnahe Stärkung der unabhängigen Patientenanwaltschaften erörtern. Hostasch wird zudem ihre Bemühungen für noch mehr Qualität im österreichischen Gesundheitswesen weiter forcieren.

"Oberstes Ziel der Bemühungen meiner Gesundheitspolitik ist
es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Auftreten von ärztlichen Fehlleistungen so gering wie möglich halten. Wichtig ist, alle Kräfte darauf zu richten, dass Patienten in unserem hervorragenden Gesundheitswesen nicht zu Schaden kommen. Das Wohl der Patienten
hat oberste Priorität", so Gesundheitsministerin Lore Hostasch.****

Hostasch verwies weiters auf eine Reihe von
qualitätssichernden Maßnahmen, die in den letzten Jahren verwirklicht werden konnten.

"Mein Ressort hat wichtige Schritte gesetzt, um die Qualität
in österreichischen Krankenanstalten laufend zu verbessern. Hervorheben möchte ich, dass mit dem neuen Dokumentationsgesetz 1997 erstmals bundeseinheitlich sichergestellt ist, dass für jeden stationär aufgenommenen Patienten eine genaue, transparente und nachvollziehbare medizinische Dokumentation erfolgt. Ergänzend dazu wurde in jedem Bundesland eine Qualitätssicherungskommission eingerichtet, die alle Informationen einer genauen Prüfung unterzieht und im Falle von Auffälligkeiten genaue Recherchen vor Ort vornimmt und im Falle von Unregelmäßigkeiten Sanktionen bis hin zur Einbehaltung von Finanzmitteln setzen kann.

Darüberhinaus habe ich mit dem Österreichischen Krankenanstaltenplan ein wichtiges Instrument der strukturellen Qualitätssicherung geschaffen. Durch den Krankenanstaltenplan ist sichergestellt, dass in jeder Fachabteilung eines Spitales eine ausreichende Fallzahl zur Aufrechterhaltung der Routineerfahrung
der Ärzte und zur Ärzteausbildung sichergestellt ist.

Als weiteren qualitätssichernden Schritt habe ich durch das
große und international beispielgebende Projekt "Qualität im Krankenhaus" einen neuen Weg zur patientenorientierten Qualitätssicherung im stationären Bereich beschritten, der bereits in anderen Ländern, wie z.B. in Deutschland, Nachahmung findet," so die Gesundheitsministerin.

Hostasch unterstrich weiters, dass die unabhängigen Patientenanwaltschaften gestärkt werden müssen und dass jedes Bundesland eine "Patientenrechtscharta", die eine taxative Aufzählung aller Rechte enthalten soll, zu unterzeichnen habe.

(schluss)

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