Auer: Gewalt in der Familie und gegen Kinder

Ausbau der finanziellen und sozialen Sicherheit für Gewalt- und Mißbrauchsopfer

St. Pölten, (SPI) - "Kindesmißbrauch, Gewalt in der Familie und sexuelle Mißhandlung von Kindern sind Problemfelder, die nicht trennbar sind und gemeinsam betrachtet werden müssen. Gewalt in der Familie ist leider alltägliche Realität. 90 Prozent aller Gewalttaten werden nach Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Umfeld ausgeübt. Diese Zahlen sind mehr als dramatisch und können uns nur eine Ahnung vom Leid und den Qualen zahlreicher Frauen und Kinder geben. Österreich hat sicher eine Vorreiterrolle bei Gewaltprävention und Interventionsstellen. Dazu hat der Beschluß des Gewaltschutzgesetzes ebenso beigetragen, wie die Schaffung von Interventionsstellen und Kinderschutzeinrichtungen. Diese erfolgreiche Arbeit von Innenminister Mag. Karl Schlögl gilt es weiter zu unterstützen und fortzusetzen", stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten und SP-Landesfrauenvorsitzende Abg. Helene Auer zur heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien vorgestellten "Effizienzanalyse" im Bereich Kinderschutz fest.****

Im Bereich der Mißhandlung und des sexuellen Mißbrauchs von Kindern ist es in den letzten Jahren gelungen, die Sensibilität der Öffentlichkeit zu steigern und gleichzeitig ein umfassendes Beratungs- und Hilfsinstrumentarium für die Opfer aufzubauen. Anzusprechen sind hier beispielsweise die Kinderschutzzentren, die durch Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer in den Krankenhäusern teilweise schon aufgebaut wurden und weiter ausgebaut werden sollen. Auch hier zeigen die Erfahrungen, daß Mißhandlungen und sexueller Mißbrauch mehrheitlich im Familien- und im engsten Freundeskreis stattfinden. "Die SPÖ ist sich aber bewußt, daß es nach wie vor im Rahmen der Gewaltprävention, der Aufklärung und der Unterstützung der Opfer viel zu tun gibt. Jedwede Gewalt ist nicht tolerierbar. Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie Kindesmißbrauch sind keine Einzelschicksale. Wir müssen daher alles nur mögliche tun, um die Gewalttäter für ihr Verhalten verantwortlich zu machen und den Kindern sowie den Frauen jede erdenkliche Unterstützung zu geben", so Auer weiter.

Die Politik der Sozialdemokraten verfolgt daher:

  • Ausbau der Hilfs- und Beratungseinrichtungen für Frauen, die Opfer familiärer oder sonstiger Gewalt - beispielsweise Vergewaltigung -wurden.
  • Flächendeckende Versorgung mit Interventions- und Beratungsstellen.
  • Psychologische Beratung, Hilfe und Aufklärung - beginnend bereits im Kindergarten und im schulischen Bereich.
  • Ausbau der "familienberatenden" Einrichtungen.
  • Forcierung der Jugend- und Familienwohlfahrt sowie der begleitenden Therapie.
  • Ausbau der "Hotline-Dienste".
  • Angepaßte Strafrahmen für Gewaltdelikte gegen Frauen und Kinder.
  • Verbesserungen für die Opfer von Gewalt hinsichtlich sozialer und finanzieller Sicherheit.
  • Forcierung "Täter-therapeutischer" Maßnahmen (Schluß) fa/

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