Jahr 2000: Nur 5 Prozent der Betriebe erwarten interne Probleme

Wirtschaftskammer-Umfrage: Großbetriebe sorgen früher vor als kleine; 64 Prozent der Unternehmen sind "Y2K"-sensibilisiert

Wien (PWK) - Der Großteil der österreichischen Unternehmen beschäftigt sich mit der Umstellung auf das Jahr 2000. "Rund 65 Prozent der Betriebe haben sich bereits auf die Jahrtausendwende vorbereitet bzw. sind zur Zeit aktiv damit beschäftigt. Weitere 27 Prozent sind Kleinstunternehmen ohne eigene EDV-Technik, die noch Sicherheitsschritte setzen müssen", erklärte Christian Dosek, Jahr-2000-Experte vom WIFI Österreich, Montag Abend anläßlich der Y2K-Veranstaltung im Palais Ferstel "Ist Österreich fit für das Jahr 2000?". "Die meisten Probleme erwarten die Unternehmen bei der weltweiten Sicherheit, der öffentlichen Verwaltung sowie bei Kunden und Lieferanten", stellte Dosek die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmer-Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich vor. ****

Für den eigenen Betrieb erwarten nur fünf Prozent Probleme, die mit dem Jahr-2000-Wechsel zusammenhängen. Die Hälfte der fast 1.200 befragten Unternehmen glauben, dass es insgesamt zu keinen schwerwiegenden Y2K-Problemen kommen werde.

Ein eindeutiger Trend bei der Vorbereitung auf den Jahrtausendwechsel ergebe sich bezüglich der Betriebsgröße, wies Dosek hin. So liege der Prozentsatz der bereits im Umstellungsprozess befindlichen oder fertigen Betriebe mit Umsätzen über 150 Mio Schilling bei 97 Prozent.

Die Wirtschaftskammer Österreich stehe bereits seit 1996 als Informationspartner der heimischen Firmen zu diesem Themenbereich zur Verfügung. Im Mai 1997 wurde die erste Fassung der WIFI-Broschüre "Zeitsprung mit Folgen" gedruckt und an Betriebe verteilt. Dies war auch der Startschuss für zahlreiche weitere Aktionen wie zB die Erstellung der ersten österreichischen Internet-Plattform zum Jahr-2000, die Durchführung von Fachgruppeninformationen, Vorträgen, Seminaren oder Firmensprechtagen. Von den WIFIs der Wirtschaftskammern wurde parallel dazu österreichweit ein umfassendes Beratungsangebot entwickelt, das heuer seit Frühling angeboten wird. "Und seit Anfang August führen wir gemeinsam mit dem ORF die Aufklärungskampagne Go!On 2000 in Kombination mit einem Call-Center durch, die besonders auf Kleinstbetriebe und die Bevölkerung abzielt", erklärte Dosek.

Wichtig sei es, die nicht mehr allzu lange verbleibende Zeit bestmöglich für einen möglichst friktionsfreien Jahrtausendwechsel zu nutzen. "Auch für Betriebe, die noch nicht damit begonnen haben, muss es nicht zu spät sein. Jeder in die Lösung der Y2K-Problematik investierte Tag hilft das Risiko zu vermindern", zeigte sich Dosek überzeugt. Selbstverständlich müsse man sich in diesem Fall ausschließlich auf die Kernprozesse des Unternehmens konzentrieren. Unternehmen, die das Thema jedoch auch jetzt noch vernachlässigen, müssten allerdings auf Unannehmlichkeiten gefasst sein, warnte der WIFI-Experte.

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