Dirnberger: Hostasch flüchtet sich in wohlklingende Presseaussendungen

Gesundheitsministerin hätte sich längst um Entschädigung für Patienten kümmern können

Wien (OTS) - "Als geradezu lächerlich mutet es an, wenn Gesundheitsministerin Hostasch nun nach dem Skandal in Freistadt eine Patientencharta fordert. Sie, als zuständige Ressortchefin, hätte eine solche Charta ja längst erstellen und dem Parlament zur Beschlußfassung vorlegen können", sagte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).

Die Arbeiterkammer fordere eine solche Patientencharta seit Jahren, doch die Ministerin hat sich bisher taub gestellt, so Dirnberger weiter. "Jetzt wo wieder einmal Versäumnisse im Gesundheitswesen sichtbar werden, sucht Hostasch ihr Heil in wohlklingenden Presseaussendungen. Die Liste der unerledigten Vorhaben wird bei Hostasch immer länger. Sowohl die Gleichstellung von Arbeitern mit den Angestellten als auch eine verschuldensunabhängige Entschädigung für Patienten bei ärztlichen Kunstfehlern war im Regierungsübereinkommen vorgesehen. Zusammengebracht hat Hostasch nichts", kritisiert Dirnberger. Der AK-Vizepräsident vermutet Angst vor Auseinandersetzungen mit den Ärzten als Motiv für Hostaschs Untätigkeit bei der verschuldensunabhängigen Patientenentschädigung. "Denn wenn die Patienten erst einmal die Möglichkeit haben, ohne nervenaufreibende und teure Prozesse zu ihrer Entschädigung zu kommen, würden viel mehr Patienten die Fehler der Ärzte aufzeigen, und das mögen die Götter in Weiß gar nicht gerne", sagt Dirnberger.

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