AKNÖ-Präsident Staudinger fordert allgemein gültige Patientencharta

Vorfälle im LKH Freistadt bestätigen langjährige Forderung der Arbeiterkammer

Wien (OTS).- "Diese Vorfälle bestätigen mich in der Auffassung, dass wir dringend eine allgemein gültige Patientencharta benötigen, in der alle Patientenrechte verbindlich und klar strukturiert aufgelistet sind." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zu den angeblichen ärztlichen Kunstfehlern im Landeskrankenhaus Freistadt fest. Eine Patientencharta sei vor allem deshalb dringend notwendig, so Staudinger, da in Österreich die Patientenrechte auf dutzende Landes-und Bundesgesetze verteilt sind und oft sogar Experten Mühe hätten, den Überblick zu bewahren.

Präsident Staudinger: "Wir wollen und können das nicht länger hinnehmen und streben deshalb eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Sicherstellung der Patientenrechte an. In dieser soll drinnen stehen, dass die Menschenwürde der Patienten zu schützen ist, dass deren Privat- und Intimsphäre geachtet wird und dass alle Patienten ein Recht auf eine bestmögliche, flächendeckende und rasche medizinische Behandlung und Pflege haben - ungeachtet dessen, wie alt sie sind bzw. wessen Geschlecht, wieviel Geld sie haben oder welchem Staat sie angehören. Nicht zuletzt aber auch eine Charta, in der geregelt ist, wer die Haftung übernimmt, wenn bei der Behandlung irgendetwas passiert."

Präsident Staudinger kündigte für Jahresende eine Auflistung aller Patientenrechte an, die von den Sozialrechtsxperten der Arbeiterkammer derzeit vorbereitet wird. Der AKNÖ-Präsident: "Wir wollen nicht nur fordern, sondern selbst auch etwas tun und deshalb alle Einrichtungen und Leistungen der Gesundheitsvorsorge, aus denen sich Patientenrechte ergeben, für die Betroffenen übersichtlich zusammenstellen". Auf Basis dieser Auflistung soll die Charta vereinbart werden, die die Patientenrechte beinhaltet.

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