Alkohol und kein Gurt: 1 TOTER - Mädchen wurde Hand abgetrennt

Wien (OTS) - Welch schwere Folgen leichtsinniges und verantwortungsloses Verhalten im Straßenverkehr haben kann, zeigt wieder einmal ein Unfall der letzten Woche. Vermutlich weil er betrunken war, kam ein 19jähriger Jugendlicher in der Nacht auf Freitag in Heiligenkreuz (NÖ) von der Straße ab, schlitterte über eine Böschung und prallte gegen einen Baum. Alle fünf Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Die schrecklichen Folgen:
Ein 24jähriger Mitfahrer wurde getötet und der 17jährigen Beifahrerin wurde die rechte Hand abgetrennt.

Der Probeführerschein hat zwar die Moral bezüglich Alkohol bei Jugendlichen erheblich verbessert, doch es gibt noch immer einige Unbelehrbare, die glauben Alkohol würde ihre Reaktionsfähigkeit nicht beeinträchtigen. Daß sich das Unfallrisiko aber schon mit 0,5 Promille verdoppelt, haben zahlreiche Tests bewiesen.

Auf den Lebensretter "Gurt" zu verzichten, ist nicht nur nachlässig, sondern wird vielfach auch mit dem eigenen Leben bezahlt. Die Statistik beweist seine lebensrettende Funktion: Während im ersten Halbjahr 1999 "nur" ein Prozent aller angegurteten Pkw-Lenker bei Straßenverkehrsunfällen getötet wurden, kamen 8,7 Prozent aller nichtangeschnallten Pkw-Lenker ums Leben. Das heißt: Das Risiko, tödlich zu verunglücken, war ohne Gurt neunmal so hoch wie mit.

In diesem Zusammenhang erneuert das Kuratorium für Verkehrssicherheit seine Forderung nach einer Erhöhung der Strafe für Gurtenmuffel von öS 100,-- auf zumindest öS 300,--, um für diese die Motivation zu erhöhen, nicht mit dem eigenen Leben zu spielen und um die Strafe vollziehbar zu machen.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche (9. -15. August 99) verloren 25 Menschen ihr Leben, davon 16 Pkw-Insassen, 2 Lkw-Lenker, 4 Motorrad-Lenker, 2 Moped-Lenker und 1 Radfahrer. Vermutliche Hauptunfallursachen waren: Nichtangepaßte Geschwindigkeit (8), Vorrangverletzung (3), Überholen (1), Übermüdung (2), Kurvenschneiden (1), Herzversagen (1), Fahrstreifenwechsel (1) und sonstige Fahrfehler (1). 6 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache.

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