WUA: EU-Vogelschutz-Richtlinie nicht verändern!

Umweltanwaltschaft und Vogelschützer appellieren an PolitikerInnen, Forderungen französischer Jäger nicht nachzugeben

Wien, (OTS) Vögel dürfen nicht während der Brutzeit, Zugvögel auch nicht während ihres Heimzuges bejagt werden: das legt die geltende Vogelschutz-Richtlinie der EU fest. In krassem Gegensatz dazu hat das französische Parlament auf Druck der Jagdorganisationen des Landes im vergangenen Jahr, am 3. Juli
1998, ein Gesetz verabschiedet, das im gesamten Staatsgebiet von Mitte Juli bis Ende Februar die Jagd auf Zugvögel erlaubt. Zur Absicherung dieses den EU-Intentionen widersprechenden französischen Gesetzes fordern französische Jäger nun in einer Petition an das Europäische Parlament eine entsprechende Änderung der Vogelschutz-Richtlinie.

Die Wiener Umweltanwaltschaft appelliert daher an die zuständigen österreichischen PolitikerInnen, sich gegen eine Änderung der EU-Vogelschutz-Richtlinie einzusetzen. Gleichzeitig soll die französische Regierung aufgefordert werden, das Gesetz
vom 3. Juli 1998 ausser Kraft zu setzen und die Bejagung von in Europa gefährdeten Vogelarten zu verbieten. Für viele auch in Österreich heimische Brutvögel wie Kiebitz, Singdrossel und Feldlerche, der Vogel des Jahres 1998, ist Frankreich eines der wichtigsten Durchzugs- und Überwinterungsgebiete; Jahr für Jahr werden dort aber 1,2 Millionen Kiebitze und ebenso viele
Feldlerchen abgeschossen.****

Ausserdem hat BirdLife Österreich, die Österreichische Gesellschaft für Vogelkunde, unter dem Titel "Für einen besseren Schutz der Zugvögel" eine Petition an das Europäische Parlament und an die französische Regierung verfasst. Darin wird ebenfalls verlangt, die Vogelschutz-Richtlinie nicht zu ändern, das einschlägige französische Gesetz ausser Kraft zu setzen und die Bejagung von in Europa gefährdeten Vogelarten zu verbieten. Unterschriftenlisten, um die Petition zu unterstützen (die Eingabe der Zugvögel-Jäger aus Frankreich und anderen Mittelmeerländern trug 1,8 Millionen Unterschriften) gibt es im BirdLife-Büro, c/o Naturhistorisches Museum, 1070, Museumsplatz 1/10/8, Tel. 523 46
51, email:BirdLife@blackbox.at. (Schluss) hrs/wua

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