Waffen gegen den Dickdarmkrebs

Wien (OTS) - An die 5.000 Österreicher erkranken jedes Jahr an Dickdarmkrebs. Mehr als jeder zweite stirbt daran. "Das müßte nicht sein. Dickdarmkrebs ist oft vermeidbar und bei neun von zehn Patienten wäre eine vollständige Heilung möglich, wenn der Krebs rechtzeitig erkannt wird", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. "Richtige Ernährung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind die besten Mittel gegen Dickdarmkrebs."

Ab dem 40.Lebensjahr sollte jeder Mensch regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Denn einseitige, ballaststoffarme und fettreiche Ernährung ist der Hauptrisikofaktor für eine Dickdarmerkrankung. "Zu den Faktoren, die die Krebsentstehung fördern, zählen Alkohol, Fett, aber auch Substanzen in geräucherten oder gesalzenen Lebensmitteln sowie in gebratenem Fleisch", so Feinböck. "Auch Nitrosamine gehören dazu. Diese entstehen durch chemische Prozesse aus bestimmten Stickstoffverbindungen, z.B. aus Nitratsalzen, die beim Pökeln verwendet werden. Nitrosamine bilden sich aber auch dann, wenn etwa Speisen mehrmals aufgetaut und wieder eingefroren werden."

Das Krebsrisiko läßt sich leicht verringern. Feinböck: "Essen Sie weniger Fett und weniger gepökelte, geräucherte oder stark gebratene tierische Produkte. Trinken Sie wenig oder keinen Alkohol. Dafür sollten Sie täglich verschiedene Gemüse- und Obstsorten essen, vor allem grüne und gelbe Gemüse sowie Zitrusfrüchte. Vollkornprodukte sind sehr zu empfehlen, denn ballaststoffreiche Kost ist ein besonders guter Schutz vor Darmkrebs. Sie sorgen nämlich dafür, daß giftige oder krebserregende Stoffe schneller ausgeschieden werden."

Jeder 17.Österreicher ist von Darmkrebs betroffen. Die richtige Vorsorge verringert das Risiko erheblich. Feinböck: "Durch Untersuchungen lassen sich die in den meisten Fällen vorhandenen gutartigen Vorstufen rechtzeitig erkennen und behandeln. Denn bis sich solche Vorstufen in eine bösartige Form umwandeln, braucht es zehn bis fünfzehn Jahre." Feinböck empfiehlt daher ab dem 40.Lebensjahr eine jährliche Stuhlprobe und ab dem 50.Lebensjahr eine Dickdarmspiegelung alle fünf Jahre. Ist Dickdarmkrebs bei Blutsverwandten aufgetreten, sollten die Vorsorgeuntersuchungen in kürzeren Zeitabständen stattfinden.

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