Onodi: Alkoholkoordinations- und Informationsstelle wird eingerichtet

"Handbuch Alkohol Österreich" präsentiert

St. Pölten, (SPI) - Ab Anfang 2000 soll es in Österreich eine Alkoholkoordinations- und Informationsstelle (AKIS) geben. Diese Stelle, der ein Netzwerk von hochrangigen Experten aus Forschung, Therapie, Prävention und der Gesundheitsbehörden zur Verfügung stehen wird, wird die zentrale Drehscheibe für alle Aktivitäten für die Suchtprävention im Alkoholbereich darstellen", informiert die Gesundheitssprecherin der NÖ Sozialdemokraten und 2. Präsidentin des NÖ Landtages, Abg. Heidemaria Onodi, über die neue Initiative von Gesundheitsministerin Lore Hostasch. Mit dem "Handbuch Alkohol Österreich" sowie einer begleitenden Umfrage liegt weiters die erste fundierte wissenschaftliche Vollerhebung
zum Thema Alkohol in Österreich vor. Daraus geht hervor, daß 325.000 Österreicher - rund fünf Prozent - über 16 Jahre Alkoholiker sind. Ungefähr zehn Prozent der Österreicher erkranken im Laufe ihres Lebens an Alkoholismus. Das bedeutet, daß im Durchschnitt die österreichische Bevölkerung aufgrund von Alkoholmißbrauch um ein bis drei Jahre früher stirbt.****

"Im Gegensatz zur Drogensucht, die zunehmend als Krankheit verstanden wird, stoßen Alkoholkranke in der Öffentlichkeit noch immer auf wenig Verständnis. Es ist daher notwendig, hinsichtlich eines übermäßigen gewohnheitsmäßigen Alkoholkonsums eine entsprechende Sensibilität zu erreichen", so Onodi weiter. Die Umfrage hat weiters ergeben, daß 60 Prozent der Österreicher bezüglich ihres Alkoholkonsums als "unbedenklich" bezeichnet
werden können. 13 Prozent sind demnach als "alkoholgefährdet" eingestuft und fünf Prozent fallen unter die Kategorie "Alkoholiker". Rund zehn Prozent der Österreicher (rund vier Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer) erkranken im Laufe ihres Lebens an Alkoholismus. "Auch im Rahmen der
Alkoholproblematik kommt daher dem Präventionsbereich, der Aufklärung sowie der aktiven Arbeit mit Problemgruppen eine entscheidende Rolle zu. Eine offensive Informationsarbeit sollte mithelfen, daß nicht nur die Sensibilität der Bevölkerung für diese "Krankheit" gesteigert werden kann, auch die Wirtschaft, die Industrie, die Landwirtschaft und das Gastgewerbe dürfen sich angesprochen fühlen wenn es darum geht, die "Droge" Alkohol im rechten Licht zu sehen", so die SP-Gesundheitssprecherin abschließend.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI