Preisbehörde des Landes Salzburg sichert gerechten Tarif für kleine Anlagen

Burgstaller: Gerechte Tarife für "grünen Strom" – Haushalte werden nicht zusätzlich belastet

Salzburg (OTS) - Mit einem guten Verhandlungsergebnis in Sachen Einspeisetarife für
alternative Energieformen kann heute, Sonntag 15. August, die für das Gewerbe und die
Preisbehörde ressortzuständige Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller aufwarten. "Wir sichern mit
den von uns festgelegten Tarifen einen Vorteil für die Betreiber kleinerer Anlagen", meint
Burgstaller zum "Geist" der gemäss Bundes-Elektrizitätsorganisations- und wirtschaftsgesetz,
kurz ElWOG, vorgeschriebenen Verordnung des Landes. "Gleichzeitig ist durch die
Tarifgestaltung für erneuerbare Energieformen wie Biogas, Wind und Biomasse sichergestellt,
dass die beschlossene Strompreissenkung zur Gänze an die Haushalte weitergegeben werden
kann", erklärt die Landesrätin.

Es sei politisch nie ihr Ziel gewesen, Energiepolitik über den Tarif zu "machen", weil die
Zeche immer von der Allgemeinheit, sprich den Haushalten, zu zahlen gewesen wäre. Es mache
auch, so Burgstaller, keinen Sinn, Strompreis-Druck auf die Energieversorgungsunternehmen zu
machen, und ihnen gleichzeitig hohe Abnahmeverpflichtungen für andere erneuerbare
Energieformen zu verordnen. Ihr Grundsatz habe stets gelautet, in intelligente Produkte sprich
Anlagen zu investieren statt über utopisch hohe Tarife zu subventionieren. Und Burgstaller
weiter: "Die jetzt verordneten Tarife für grünen Strom gelten befristet auf ein Jahr, um dem von
mir initiierten Beschluss des Sonder-Landtages im August nachzukommen und gemeinsam mit
Fachleuten ein Investitionsprogramm für erneuerbare Energie auszuarbeiten." Wirkungsgrad,
Marktfähigkeit und vorhandene Rohstoffe bzw. natürliche Voraussetzungen sind die Kriterien
für die Förderungswürdigkeit von erneuerbarer Energie.

Aufrecht bleibe die Kritik am Bundes-ElWOG, so Burgstaller, dass die Wasserkraft als
erneuerbare Energieform per Gesetz nicht aufgenommen wurde. Salzburgs Haupt-Energieform
– zugegeben die sauberste und erneuerbarste Form von Stromgewinnung - wäre dadurch nicht
berücksichtigt worden. Einer Änderung des Bundes-ElWOG in Richtung Aufnahme von
Wasserkraft aus zumindest Klein-Kraftwerken stehe sie nach wie vor positiv gegenüber, sagt
Burgstaller. "Wir wollen mit unseren jetzt verordneten Einspeisetarifen einen Unterschied
zwischen kleineren und größeren Anlagen machen", merkt die Landesrätin zur Salzburger
Verordnung an. Für Anlagen mit einer Leistung bis maximal 2.000 Kilowatt zahlt die Landes-
EVU künftig 90 Groschen je Kilowattstunde im Winter. Strom aus Anlagen mit mehr als 2.000
Kilowatt Leistung speisen mit 72 Groschen je Kilowattstunde ein.

"Nachgebessert" habe Burgstaller ihren ursprünglich niedrigeren Verordnungsentwurf, weil
ein Unterschied zwischen kleineren und größeren Anlagen gemacht werden sollte. Dass
Salzburg mit den verordneten Tarifen im unteren Drittel österreichweit liegt, hat mit der
spezifischen Salzburger Situation – 80 Prozent des Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft – zu
tun. Ihr wäre es energiepolitisch am liebsten, wenn 100 Prozent des Stroms aus erneuerbarer
Energie gewonnen werden könnte. Aber nur dann, wenn es zu keiner Verdrängung der einen
(Wasserkraft) durch andere Erneuerbare komme.

Die Tarife für erneuerbare Energie gemäss ElWOG gelten in Salzburg für feste oder flüssige
heimische Biomasse, Bio-, Deponie- oder Klärgas, geothermische Energie, Wind- oder
Sonnenenergie.

Für Anlagen mit bis zu 2.000 Kilowatt Leistung wird in den Wintermonaten (Oktober bis
einschließlich März) in der Hochtarifzeit von 06.00 bis 22.00 Uhr mit mindestens 90,0 g/kWh
und in der Niedertarifzeit von 22.00 bis 06.00 Uhr mit mindestens 66,8 g/kWh eingespeist. In
den Sommermonaten (April bis einschließlich September) wird in der Hochtarifzeit mindestens
47,3 g/kWh und in der Niedertarifzeit mindestens 42,1 g/kWh verordnet.

Für Anlagen mit mehr als 2.000 kW Leistung hat mindestens zu betragen: in den
Wintermonaten (Oktober bis einschließlich März) in der Hochtarifzeit 72,0 g/kWh und in der
Niedertarifzeit 60,7 g/kWh. In den Sommermonaten (April bis einschließlich September) wird in
der Hochtarifzeit ein Preis von mindestens 42,6 g/kWh und in der Niedertarifzeit ein Tarif von
mindestens 37,9 g/kWh verordnet.

Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller ist am Sonntag von 12.00 bis 14.00 Uhr unter
0664 – 21 007 98 für Rückfragen erreichbar.

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