GPA: Belegschaftsvertreter verwehren sich gegen Anwürfe durch Frank Stronach

Wien (GPA/ÖGB). Auf Unverständnis und Verärgerung bei ArbeitnehmerInnen und BetriebsrätInnen trifft der Vergleich Frank Stronachs von ÖGB-Mitgliedsbeiträgen und Mafia-Schutzgeldern sowie Stronachs Rat an die ArbeiterInnen, keine Gewerkschaftsbeiträge zu zahlen, bis der ÖGB seine Bücher offen legt. Der Bedarf der Offenlegung, vor allem was die Praxis der MitarbeiterInnenbeteiligung betrifft, wird vielmehr bei Magna selbst geortet.++++

Der Betriebsratsvorsitzende der Firma Holz-Steiner, Franz Horvath, wundert sich über das Erinnerungsvermögen Stronachs und berichtet über eine Veranstaltung der GPA-Niederösterreich, in deren Rahmen Stronach sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft sowie auch an der Installation von Betriebsratskörperschaften in seinen Firmen beteuert hatte. "Was ist das für ein Manager, der heute vergisst was gestern war", fragt Horvath und knüpft in Anspielung an das bei Magna praktizierte 'gute System' der Vertrauensleute und des Fairness-Komitees die Frage an, ob etwa Stronach jetzt, da er nicht mehr Bundesligachef sein will, plötzlich Gewerkschaftschef werden will.

Thomas Drochter, Betriebsratsvorsitzender von Magna-Eybl in Ebergassing, fordert eine Klarstellung der "peinlichen" Äußerungen Stronachs durch Magna-Europa-Chef Sigi Wolf und betont, dass die Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung bisher in gutem Verhältnis und ohne Probleme abgelaufen ist. (ew)

ÖGB, 12. August 1999 Nr. 402

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