Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss: "Stronachs Mafiosi”

Mundtotmachen und Diskriminierung sind moralisch zweifelhafte Methoden

Wien (ANG/ÖGB). Die Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) ortet mafiaähnliche Methoden keinesfalls im eigenen Bereich. Den Vorwürfen Stronachs im heutigen ”news” hält ANG-Vorsitzender Dr. Leopold Simperl entgegen, dass vielmehr das Mundtotmachen missliebiger ArbeitnehmerInnen durch Entziehung der Existenzgrundlage und die bewusste Diskriminierung von ArbeitnehmerInnenvereinigungen als moralisch und juristisch zweifelhafte Methoden anzuprangen sind. ++++

Der Magna-Konzern und insbesonders Frank Stronach wären gut beraten, in Europa und hier vor allem in Österreich die sozialpartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern nicht mit amerikanischen Methoden der Zwischenkriegszeit zu bekämpfen.

Die österreichischen ArbeitnehmerInnen wissen darüber hinaus aus leidvoller Vergangenheit nur zu gut, was es bedeutet, wenn in einem Betrieb nur mehr vom Unternehmer oder dem Staat geduldete so genannte ”Vertrauensleute” die Wahrung ihrer Rechte übernehmen.

Zur ”Öffnung der Bücher” stellt die ANG abschließend fest, dass die ÖGB-Mitglieder sehr wohl wüssten, was mit ihren Beiträgen passiert. Herr Stronach wird damit auch wohl kaum gemeint haben, dass er seine privaten Vermögensverhältnisse auf Milliarden Dollar und Cent offen legen will.

ÖGB, 12. August 1999 Nr. 399

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