Deutscher Orden bezieht renoviertes Schloß in Gumpoldskirchen

Seminarräume und Festsaal auch für andere Nutzungen

St.Pölten (NLK) - Ein schon vom Verfall gefährdetes historisches Bauwerk, das sogenannte "Schloß" des Deutschen Ordens in Gumpoldskirchen, wird derzeit renoviert und soll nach seiner Fertigstellung im heurigen Herbst Sitz des Hochmeisteramtes werden. Die Renovierungsarbeiten erfordern einen Aufwand von rund 45 Millionen Schilling, Land, Bund und Gemeinde leisten Hilfe.

Das Schloß stammt in seinem ältesten Teil aus der Romanik, wurde immer wieder baulich verändert und 1930/31 aufgestockt. Es diente früher als Kommende, eine Niederlassung des Ordens, der nach den Napoleonischen Kriegen seinen Hochmeistersitz von Mergentheim nach Wien verlegt hatte. Bis 1929 stellten die Habsburger jeweils einen Erzherzog als Hochmeister. Nachher befaßte sich der Deutsche Orden mit rein geistlichen Aufgaben und karitativen Tätigkeiten. Zur NS-Zeit wurde der Deutsche Orden aufgehoben und erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg seine Besitzungen wieder zurück. In dem Schloß unterhielt er bis 1985 ein Altersheim, nachher stand das Haus leer. Die Verlegung des Hochmeistersitzes nach Gumpoldskirchen erfolgt vor allem, um das Haus zu retten und mit einem konkreten Zweck zu versehen.

Im Schloß befinden sich Wohnräume, Seminarräume und ein repräsentativer Festsaal. Interessenten können in Hinkunft Seminarräume und Festsaal mieten, um dort große Veranstaltungen durchzuführen.

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