VP-Strobl: Wien SOLL Sportstadt werden

KEINE Rundumüberdachung des Hanappi-Stadions!

Wien (ÖVP-Klub) Mit gemischten Gefühlen sieht ÖVP-Sportsprecher, LAbg. Walter STROBL, den am Montag im Sportteil des"Kurier" erschienen Artikel "Eine Stadt dreht auf". "Dieser Beitrag enthält einige Ankündigungen von Sport-Stadträtin LASKA, die inhaltlich mit dem Koalitionspartner ÖVP nicht abgesprochen und verhandelt sind und in dieser Form auch nicht passieren werden." Konkret nannte STROBL die von Laska verkündete Rundumüberdachung des Hanappi-Stadions, "die noch nicht verhandelt wurde und daher in nächster Zeit auch nicht passieren wird". Man könne nicht dem Breitensport zugunsten des Spitzensports das Geld einfach weg nehmen.***

Die ÖVP ist als Koalitionspartner mit dem Ziel in die Regierung gegangen, Wien zur Sportstadt zu machen. Erste Ergebnisse sind bereits sichtbar. Das ist das Resultat einer konsequenten ÖVP-Budgetpolitik, die konzeptiv und damit berechenbarer und planbarer geworden ist.

Dennoch sieht STROBL weiteren Reformbedarf.

"Es ist absolut erfreulich, wenn Wien bereits 14 von 38 LA-Staatsmeistern stellt", betonte STROBL. Das sei jedoch nicht das Verdienst der Politik oder einzelner Politiker. Vielmehr sei es den Sportorganisationen, den Dachverbänden, dem Wr. Fußballverband und den Fachverbänden zu danken, dass Wien so erfolgreich sein kann. Dort werde hart gearbeitet und geschuftet.
"Genau deshalb sollten sich mit diesen hart erarbeiteten Ergebnissen, jetzt nicht Politiker oder Sportbeamte mit fremden Federn schmücken", erteilt der ÖVP-Sportsprecher allen Versuchen, den Leistungssport parteipolitisch zu vereinnahmen eine deutliche Absage.
"Die Zeiten, wo Sportler aus Dankbarkeit vor Politikern defiliert sind, sind in Wien ganz sicher seit 1996 vorbei."

Nicht nur den Spitzensport sondern vor allem den Breitensport fördern

Wien soll nach ÖVP-Vorstellungen Sportstadt werden. Dazu brauchen wir eine Sportpolitik, die sich eher als Gesundheits- und Fitnesspolitik versteht und weniger an einzelnen Bauten oder Prestigeaktionen orientiert.
Schwerpunkt zukünftiger Budgetpolitik wird daher der weitere Ausbau des Breitensports und eine massive Förderung des Wr. Leistungssportes sein.
Ohne diese, von uns verlangten, akzentuierten Schwerpunkte wird es daher kein Budget 2000 oder 2001 geben, zeigt sich STROBL entschlossen.

Ziel muss es daher sein, die Dachverbände (ASKÖ, UNION und ASVÖ sowie den WFV) aufzuwerten. Sie sind die Träger sowohl des Breitensports als auch des Leistungssportes. Sie dürfen daher nicht weiter Bittsteller sein, wenn es um Grundsubventionen und die Förderung z.B. des Jugendsportes geht. Wir arbeiten derzeit an Förderungsmodellen, die sowohl mehr Transparenz in der Vergabe der Mittel als auch einen objektiven Berechnungsschlüssel vorsieht.

Zusätzlich werden wir auf eine deutliche Entpolitisierung des Sportes drängen. Der Landessportrat muss autonom agieren können. Dafür gibt es in anderen Bundesländern bereits sehr positive Beispiele.
Da für das Jahr 2000 und 2001 Sparbudgets angesagt sind, kann sich STROBL eine Rundüberdachung des Hannappistadions um 75 Millionen derzeit absolut nicht vorstellen. Politisch ist dieses Projekt nicht koalitionär verhandelt und daher ganz sicher keine beschlossene Sache. "Die von Laska kolportierten 75 Millionen Schilling stehen in diesem Jahr zwar für den Wiener Sport zur Verfügung, allerdings sicherlich nicht für eine Rundumüberdachung des Hanappi-Stadions", so STROBL. "Es sei denn die Frau Stadträtin will dieses Geld den kleinen Sportvereinen wegnehmen." Die Wiener Volkspartei werden jedenfalls eine derartige Vorgangsweise nicht mittragen.
"Wir haben in den letzten Jahren zweistellige Millionenbeträge in einige wenige Infrastrukturverbesserungen gesteckt. Dabei wurden sowohl der SK Rapid als auch die Wiener Austria ganz besonders bevorzugt beteilt. Derzeit sehe ich andere Schwerpunkte und Notwendigkeiten", so STROBL abschließend.****

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