AKNÖ-Präsident Staudinger: "Stronach soll sich entschuldigen."

Magna muss Arbeitsverfassungsgesetz einhalten

Wien (OTS).- "Ich kann und will diese unglaubliche Verbalattacke gegen die österreichische Arbeitnehmervertretung nicht akzeptieren und verlange von Herrn Stronach eine öffentliche Entschuldigung." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zu einem heute in "News" veröffentlichten Interview fest, in dem Stronach die Gewerkschaftsbeiträge mit Schutzgeldzahlungen an die Mafia vergleicht. Staudinger fordert Stronach auf, sich an das Arbeitverfassungsgesetz zu halten und bei Magna endlich Betriebsräte zuzulassen.

Der AKNÖ-Präsident wörtlich: "Herr Stronach ist erst seit kurzer Zeit im Land und hat nicht das Recht, ein derartiges Urteil abzugeben. Er ist kein österreichischer Unternehmer, sondern ein beinharter Kapitalist, der glaubt, sich mit Geld alles kaufen zu können. Es wird sich zeigen, ob seine Investitionen, sei es in den Sport, sei es in die Wirtschaft, nachhaltig und damit positiv für den Standort sind, oder ob sie zu Seifenblasen verkommen, die schon bald zerplatzen." Staudinger verweist in diesem Zusammenhang auf die lange Erfolgsgeschichte der Sozialpartnerschaft, die Österreich zu einem hochentwickelten, lebens- und liebenswerten Land mit funktionierender Wirtschaft und fairen Arbeitsbedingungen gemacht habe. Die Verdienste von Arbeiterkammer und Gewerkschaft seien unbestritten und würden von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern voll anerkannt, so der AKNÖ-Präsident.

Staudinger weiter: "Gewerkschaftsbeiträge sind keine Schutzgelder, sondern im Gegenteil notwendige Mittel, um gegen Multimilliadäre a la Frank Stronach dagegenhalten zu können, die die Angst der Menschen um ihren Arbeitsplatz ausnutzen und rücksichtslos Druck auf die Beschäftigten ausüben." AK und ÖGB NÖ würden in ihrer Verantwortung für die hunderten Magna-Mitarbeiter in Niederösterreich jedenfalls alles unternehmen, um Stronach wieder auf den Boden der österreichischen Gesetze zurückzubringen und die Schaffung von Betriebsräten zu ermöglichen, so der AKNÖ-Präsident abschließend.

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