Unwetter im südlichen Niederösterreich

Rutschungen sind größtes Problem

St.Pölten (NLK) - Nach den heftigen Unwettern im südlichen Niederösterreich, von dem vor allem die Gemeinden Feistritz, Warth, Scheiblingkirchen-Thernberg und Grimmenstein betroffen sind, verursachen vor allem Hangrutschungen in Feistritz und im Reifbachgraben die größten Probleme. Bei einer Krisensitzung heute vormittag in Grimmenstein, die von Bezirkshauptmannstellvertreter Dr. Hermann Gamperl geleitet wurde, wurden Einsätze koordiniert und Sofortmaßnahmen beschlossen. "Die betroffenen Hänge werden entwässert, entlastet und abgeflacht", erläuterte Geologe Dr. Hubert Hinteregger. Die weitere Schwerpunktarbeit konzentriert sich darauf, die Häuser wieder bewohnbar zu machen und Keller zu säubern. Auch viele Wildbäche und Güterwege müssen ausgeräumt bzw. gesäubert werden. Zudem ist das Landeskrankenhaus Grimmenstein von einer Mure gefährdet. Den ganzen Tag sind noch 170 Männer des Bundesheeres und 500 Feuerwehrmänner im Krisengebiet im Einsatz. "Wie hoch der Schaden ist, kann man derzeit noch gar nicht sagen", meint Hofrat Dr. Heinrich Piringer von der zuständigen Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung. Das werde sich erst in den nächsten Tagen herausstellen, nachdem die Schadenskommissionen der Gemeinden die Schäden festgestellt hätten. Die Schadenskommissionen bestehen unter anderem aus den Bürgermeistern, einem Vertreter der zweitstärksten Partei und einem Sachverständigen, den das Land zur Verfügung stellt. Piringer: "Am Donnerstag werden wir mehr wissen." Für die Schäden wird eine Behihlfe aus Mitteln des Bundes und des Landes an die Geschädigen gewährt. Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach den derzeitig gültigen Richtlinien, wobei in einzelnen Härtefälle höhere Beihilfen ausbezahlt werden können. Der Bund übernimmt davon 60 Prozent, das Land 40 Prozent. "Vom Bund haben wir bisher 35 Millionen Schilling angefordert, insgesamt stehen jetzt 55 Millionen Schilling bereit", erläutert Piringer. Wenn es notwendig ist, werden aus dem Landesbudget noch mehr Mittel bereitgestellt, auch der Bund wird seinen Beitrag erhöhen. Landesrat Franz Blochberger und Landesrat Dr. Hannes Bauer, der sich heute einem Lokalaugenschein von den Schäden überzeugte, versprachen schnell und unbürokratische Hilfe.

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