Zu viele Kinder ungesichert im Pkw

Appell des NÖ Kinder- und Jugendanwaltes

St.Pölten (NLK) - Auf Niederösterreichs Straßen verunglückten im Vorjahr elf Kinder (fünf Buben und sechs Mädchen) tödlich. Das sind um zwei weniger als 1997. Aber: Die Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit über die Verkehrsunfälle 1998 bringt auch eine besonders traurige Zahl ans Tageslicht. Bei 727 Unfällen in Niederösterreich waren Kinder (0 bis 14 Jahre) aktiv oder passiv beteiligt. Insgesamt wurden 760 Kinder verletzt, 217 davon schwer.

Besonders auffällig ist, daß in den Sommermonaten besonders viele Kinder bei Verkehrsunfällen beteiligt sind. Die leider weitverbreitete Annahme, daß die meisten Kinder auf dem Schulweg verunglücken, hat sich als falsch erwiesen. Nur zirka 10 Prozent der Kinderunfälle passieren nachweislich auf dem Schulweg. Tödlich verunglückte auf dem Schulweg 1998 ein Kind.

In der Freizeit schnellen die Unfallzahlen hingegen in die Höhe. Die Freitage und Samstage ragen gegenüber den anderen Tagen in punkto Unfallhäufigkeit eindeutig hervor. Die meisten Kinderunfälle ereignen sich zwischen 14 und 19 Uhr. Im Vorjahr fanden von den 727 Unfällen mit Kindern 366 in dieser Zeitspanne statt.

Eine positive Entwicklung zeigte sich bei den Fußgängern mit einem Rückgang von 27 (17,3 Prozent) verletzten Kindern und bei Fahrradbenützern mit einer Abnahme von 18 (9,5 Prozent) verletzten Kindern. Die mit Abstand (Anteil 55,3 Prozent) meisten Kinder verunglückten in Niederösterreich als Pkw-Mitfahrer. Auch bei den im Straßenverkehr getöteten Kindern stellten die Mitfahrer in Autos den größten Anteil. Gegenüber 1997 wurden in Pkw um 23 Kinder (5,9 Prozent) mehr verletzt. In diesem Zusammenhang ist auf die Problematik bei der Verwendung von Sicherheitssystemen hinzuweisen. Aktuelle KfV-Erhebungen zeigen, daß rund 33 Prozent der im Pkw transportierten Kinder ungesichert unterwegs waren.

Dr. Walter Launsky-Tieffenthal, Leiter der NÖ Kinder- und Jugendanwaltschaft, appelliert deswegen an das Verantwortungsbewußtsein der Eltern: "Viel zu viele Kinder verunglücken, weil ihre Eltern nicht auf die richtige Verwendung der Kindersitze achten."

Für Rückfragen (Unfallzahlen bis Bezirksebene): Kuratorium für Verkehrssicherheit/ Landesstelle Niederösterreich, Helmut Lindner, 3100 St.Pölten, Heßstraße 7, Telefon 02742/357536, Fax 02742/357536-9.

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