Unwetterkatastrophe im Bezirk Neunkirchen: Von LH Pröll versprochene Hilfe schon angelaufen

St.Pölten (NLK) - "Wir lassen Euch selbstverständlich nicht im Stich!" hat Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern den Betroffenen der Unwetterkatastrophe im Bezirk Neunkirchen zugesagt, und heute ist die versprochene Hilfe bereits mit Volldampf angelaufen. Um 11 Uhr findet bei der Feuerwehr Grimmenstein eine Krisensitzung statt. Sachverständige der Gebietsbauämter Wiener Neustadt und Mödling haben mit der Schadenserhebung begonnen, auch ein Geologe des Landes befindet sich bereits in der Krisenregion. Landeshauptmann Dr. Pröll richtete einen Dank an die Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Roten Kreuzes und des Bundesheeres, die teilweise mehr als 24 Stunden und bis an den Rand der Erschöpfung Übermenschliches geleistet hätten.

Trotz der personellen Schwierigkeiten infolge der Urlaubszeit wurde die Schadenserhebung von rund 10 Bausachverständigen der Gebietsbauämter Wiener Neustadt und Mödling sofort in Angriff genommen. NÖ Baudirektor Hofrat Dipl.Ing. Peter Kunerth "Diese Aufgabe hat für uns absoluten Vorrang und da gibt es für unsere Mitarbeiter selbstverständlich auch keine normale Dienstzeit." Nach den Richtlinien der Katastrophenfonds des Bundes und des Landes können bis zu 20 Prozent des Schadens bezahlt werden, in besonderen Härtefällen kann die Unterstützung auch höher sein.

Seit heute vormittag ist auch ein Geologe des Landes vor Ort. Aufgabe von Dr. Hubert Hinteregger wird es vor allem sein, neben der Schadenserhebung festzustellen, ob weitere Gefahren, etwa durch Hangrutschungen, bestehen und welche Sofortmaßnahmen zu ergreifen sind.

Die aktuelle Situation im Katastrophengebiet heute früh stellt sich, wie der Bezirksführungsstab Neunkirchen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes meldet, folgendermaßen dar: Die über eine Strecke von rund drei Kilometern vermurte B 54 wurde freigelegt und ist nunmehr wieder befahrbar. Eine aus Mödlinger und Badener Einheiten gebildete Katastrophenhilfe-Einsatzgruppe der Feuerwehr ist im Einsatz, um Keller auszupumpen und vom Schlamm zu befreien. Aus den Bächen wird Schwemmholz entfernt, das dazu geführt hatte, daß einige Brücken beschädigt bzw. weggerissen wurden. Insgesamt sind an die 500 Feuerwehrleute mit 81 Fahrzeugen im Einsatz.

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres umfaßt derzeit rund 200 Mann, die mit leichtem und schweren Gerät Behelfsbrücken herstellen und Verbindungen zu jenen 40 Personen schaffen, die derzeit noch von der Umwelt abgeschnitten sind.

Das Rote Kreuz hat nicht nur rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie drei Notarzteinheiten aufgeboten, sondern auch ein Spendenkonto eingerichtet, um den betroffenen Familien helfen zu können: Konto Nr. 2.345.000, Kennwort "Hochwasser" bei der PSK.

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