Österreich: Daran sollten Sie beim Grillen denken

Wien (OTS) - Es ist eine der ältesten Arten, Fleisch zuzubereiten und gerade im Sommer äußerst beliebt - das Bräunen und Garen durch hocherhitzte Luft auf einem Rost oder einem Spieß, allgemein als Grillen bezeichnet. Wer aber die Geduld verliert, weil die Glut nicht werden will, oder einfach nur unachtsam ist, für den kann das Grillvergnügen ein böses Ende nehmen. "Etwa 50 Menschen werden jedes Jahr mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, die sie sich beim Grillen zugezogen haben", sagt der Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, Dr. Heinz Peter Slatin.

Die Gefahr von Verbrennungen beim Grillen ist groß. "Achten Sie darauf, daß der Griller sicher steht und nicht umkippen kann. Verwenden Sie nur geeignete Zündhilfen, wie Pasten oder Grillanzünder. Brennspiritus, Petroleum oder Benzin sind absolut ungeeignet, weil sie beim Vergießen bereits verdunsten. Der Grillchef steht dann in einer höchst entzündlichen Dampfwolke, die sich blitzartig entzündet und zu schwersten Verbrennungen führt. Stellen Sie für alle Fälle einen Kübel Wasser oder einen Feuerlöscher bereit", so Slatin. Auch Fett, das in die Glut tropft, könne Flammen verursachen. Bei Gasgrillern sei darauf zu achten, daß die Anschlüsse dicht seien und der Verbindungsschlauch nicht der Hitze ausgesetzt sei. Beim Grillen in geschlossenen Räumen bestehe ohne ausreichende Zu- und Abluft Vergiftungs- oder sogar Erstickungsgefahr.

Grillen ist die nährstoffschonendste Art der Fleischzubereitung. Andererseits können aber auch gesundheitsschädigende Stoffe entstehen. Slatin: "Vor allem dann, wenn Fleischsaft oder Fett auf die Grillkohle tropfen und verbrennen, bildet sich starker Rauch, der sich auf dem Fleisch niederschlägt. Dadurch gelangen krebserregende Stoffe über die Nahrung in den Organismus." Geräuchertes, gepökeltes oder fettes Fleisch sollte nicht gegrillt werden. "Durch das Erhitzen können durch das beim Pökeln verwendete Salz hohe Nitrosaminkonzentrationen entstehen. Nitrosamine zählen zu den am stärksten krebserregenden Substanzen", so Slatin.

"Gehen Sie es gemütlich an und nehmen Sie sich Zeit. Es dauert mindestens eine halbe Stunde, bis die Glut die optimale Temperatur erreicht hat und auch die starke Rauchentwicklung ausbleibt", erklärt Slatin. "Grilltassen oder ähnliches halten das abtropfende Fett zurück und verringern so die Schadstoffbildung."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

ÖRK-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK/ORK