Hart gegen Verkehrssünder durchgegriffen

Burgstaller: Viele Strafen auf B 99 / Mehr als 6.600 Einzelgenehmigungen für Touristen

Salzburg (OTS) - Liberal bei den Ausnahmegenehmigungen für den Lungau und die angrenzenden Bezirke –
restriktiv bei "Umgehungsversuchen" des Fahrverbotes. Nach diesem Grundsatz wird seit der Katastrophe im
Tauerntunnel auf der Ausweichroute über den Tauernpass Katschberg Bundesstraße (B 99) gearbeitet. Sechs
ehemalige Mautner der ÖSAG machen Dienst in Radstadt und Mauterndorf und erteilen
Ausnahmegenehmigungen für die Fahrt über Obertauern in den Lungau. "Die Bilanz kann sich sehen lassen",
sagte heute Sonntag, 8. August, Verkehrsreferentin Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller wenige Wochen vor
Freigabe des Tauerntunnels. 6.626 Einzelgenehmigungen, vorwiegend für Touristen, die mit Pkw und Anhänger
in den Lungau wollten, und 162 Dauer-Genehmigungen für insgesamt 561 Fahrzeuge (großteils Lkw) wurden
bisher erteilt. "Unbürokratisch und schnell lautete die Devise", so Burgstaller, die von keinerlei Beschwerden auf
Grund nicht-erteilter Ausnahmen berichten kann.

Hart ging die Exekutive auch gegen Verkehrssünder vor. "Weil die B 99 über den Tauern eine gefährliche
Bergstrecke ist und ein Nadelöhr für alle Fahrzeuge darstellt, stehen vor allem die
Geschwindigkeitsüberwachung und die Kontrolle des Fahrverbots im Vordergrund", sagte Burgstaller. Der
Leiter der Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos, Major Friedrich Schmidhuber, zählte seit der
Sperre des Tauerntunnels insgesamt 72.953 "Radar gemessene" Fahrzeuge. 382 Organstrafen und 3.613
Anzeigen wurden wegen "Raserei" ausgesprochen. 932 Organstrafen und 844 Anzeigen wurden auf Grund von
Verstößen gegen das Fahrverbot erteilt. Gegen vier Lenker wurden wegen Urkundenfälschung und Vorlage
gefälschter Bestätigungen zur Erschleichung von Ausnahmegenehmigungen Anzeigen erstattet. Hochgerechnet
ergibt sich eine geschätzte Gesamtsumme der eingehobenen Strafen von mehr als 7,2 Millionen Schilling.
Umgerechnet auf die Länge des Fahrverbotes von Untertauern nach Tweng bedeutet es, dass auf jeden
Straßenkilometer der B 99 mehr als 133.000 Schilling an Strafgeldern eingehoben worden sind, heißt es bei der
Gendarmerie.

"Das zeigt, dass hart und konsequent gegen Verkehrssünder durchgegriffen wird", kommentierte Burgstaller die
Zahlen. Die Erteilung von Ausnahmen und die Kontrolle durch die Exekutive haben sich voll bewährt, schloss
die Verkehrsreferentin. D162-11

Landesrätin Mag. Gabi Burgstaller ist für die Redaktionen am Sonntag, 8. August, von 12.00 bis 14.00 Uhr unter
der Telefonnummer 0664/21 00 798 zu erreichen.

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