Kein Tierfutter aus toten Haustieren

Buchleitner fordert vom Bund ein rasches Totalverbot

Salzburg (OTS) - Auch in Österreich werden tote Hunde und Katzen von den vier Tierkörperverwertungsanstalten
zu Tiermehl verarbeitet und an Hühner und Schweine verfüttert. Berichte über diese un-appetitliche
Geschäftemacherei haben zu empörten Anrufen von Konsument/innen und Tierfreunden bei Gesundheitsreferent
Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner geführt. "Viele halten die Vorstellung, ihr verstorbener
Liebling würde zu Futter vermahlen und wieder auf dem eigenen Teller landen, für unerträglich und schockierend."
In gleich lautenden Schreiben an Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer und
Konsumentenschutzministerin Mag. Barbara Prammer forderte Buchleitner heute Donnerstag, 5. August, ein
Totalverbot dieser Ekel erregenden Machenschaften: "Mir selbst hat es den Magen umgedreht bei dem Gedanken,
dass tote Haustiere unmittelbar zu Tierfutter verarbeitet werden und auf Umwegen wieder in unseren Kochtöpfen
landen. Hunde und Katzen haben im Futter einfach nichts verloren. Diese Horrorpraktiken müssen sofort verboten
werden."

Die Bedenken des Landwirtschaftsministeriums, dass ein Verbot von Heimtierkadavern "wettbewerbsrechtlich
bedenklich sei", bezeichnete Buchleitner als "schlicht und einfach empörend" und gegen die Interessen der
Bevölkerung gerichtet. "Warum ausgerechnet die österreichische Landwirtschaft, die ansonsten sehr stolz auf die
Qualität der von ihr hergestellten Lebensmittel ist, an Praktiken bei der Fütterung fest hält, die alle Konsument/innen
zu Recht schockieren, ist mir unbegreiflich", kritisierte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Auch andere EU-
Staaten würden über ein Verbot für die Verfütterung von Haustierkadavern nachdenken. In Österreich geht bereits
ein Tierkörperverwerter in Regau/Oberösterreich mit gutem Beispiel voran.

Obwohl eine Seuchengefahr auszuschließen sei, da die zermahlenen Tierkadaver auf 130 Grad Celsius erhitzt
werden, würden viele Haustiere nach langjährigen Krankheiten versterben und mit Medikamenten teilweise schwer
belastet sein, die über das Tiermehl wieder in die Hühner und Schweine gelangen, wies Gesundheitsreferent
Gerhard Buchleitner auf eine weitere Gefahr hin. Den verunsicherten Konsument/innen bleibt vorerst ein einziger
Trost: Biobauern ist es schon jetzt verboten, Tiermehl zu verfüttern. Ihr Fleisch kann auch von Haustierfreunden
beruhigt gekauft werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65

Landespressebüro Salzburg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG/SBG