Austro Control: Wie es Monopolisten gelingt, rote Zahlen zu schreiben.

Wien (OTS) Die Kunst des Monopolisten Austro Control "rote Zahlen" zu schreiben, gelingt wohl nur Privatisierungs-Managern mit parteipolitischen Zuschnitt. Grundsätzlich steht daher der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) auf dem Standpunkt, daß Austro Control zur primären betriebswirtschaftlichen Case-Study im Wintersemester 1999 an der Wirtschaftsuni Wien gekürt werden soll.

  • 1993 wurden über kalt vorgenommene Monopol-Gebühren-Erhöhungen 0,6
  • eine Milliarde an Zusatzeinnahmen vorgeschrieben, die überwiegend vom österreichischen Fluggast zu tragen waren.

- Austro Control, das ehemalige Bundesamt für Zivilluftfahrt, wurde aus dem Bundesbudget mit der Zielsetzung ausgegliedert, besser und billiger arbeiten zu können. Das ist offensichtlich ein Wunschtraum geblieben.

- Die im Ausgliederungsgesetz vorgegeben Ziele wie Personalreduktion und Effizienzsteigerung wurden - offenbar bis heute - nicht erreicht. Im Gegenteil: 1994 waren bei Austro Control 1007 Beschäftigte und die durchschnittlichen Kosten pro Mitarbeiter lagen bei 843.000 Schilling. Dies entsprach einem Anstieg der Personalkosten pro Mitarbeiter von rund 25 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Damit verdienten die Beschäftigten im Jahr 1994 mehr als jene im ORF (774.000 Schilling) und der Nationalbank (771.000 Schilling).

- Daß in Europa bis dato kein einheitliches System mit gleicher Technologie und einheitlichem Management für die Flugsicherung existiert, war jedem Laien unverständlich. 52 Flugsicherungszentren mit 31 nationalen Systemen, 20 operativen Computersystemen und 70 Programmiersprachen regeln den Flugverkehr. Jetzt ein europaweit einheitliches System zu verwirklichen, ist längst überfällig und bringt vielleicht auch die überzogene Sozialpolitik auf ein erträgliches Niveau.

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