Mortier: Kritik an der Findungskommission und an Nachfolgernamen Mailath-Pokorny Manager als Mortier-Nachfolger nicht bindend

Wien (OTS) - Gerard Mortier, Intedant der Salzburger Festspiele
bis Herbst 2001, übt in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS Kritik an der Zusammensetzung der Findungskommission für seinen Nachfolger und an den kolportierten Namen.

Zu gleicher Zeit bekräftigt Kunst-Sektionschef Mailath-Pokorny, die Festlegung auf einen Kulturmanager als Mortier-Nachfolger sei nicht bindend: "Wenn jemand Hochqualifizierter auftaucht, wird man ihn nicht zurückweisen."

Mortier zur Kommission. Mortier bemängelt via NEWS an der Findugskommission die Teilnahme von Philharmoniker-Chef Hellsberg. "Ich hätte ihm geraten, dort nicht zu sitzen. Wenn er den Nachfolger mitverantwortet, kann er nachher nicht entschieden genug mit ihm verhandeln."

Auch sei die Kommission nicht international besetzt. "Insgesamt finde ich, daß in der fünfköpfigen Kommission zur Vermeidung provinzieller Entscheidungen auch ein oder zwei Ausländer sitzen sollten - ein Politiker wie Weizsäcker, ein Kulturphilosoph wie George Steiner, Bronfmann und andere."

Mortier vs. Sinopoli. Deutlich wird Mortier in NEWS gegenüber Giuseppe Sinopoli, dem Wunschkanditaten Wittmanns: "Jeder Nachfolger wird meine Unterstützung haben, wenn er sich mir gegenüber ordentlich benimmt. Auch Sinopoli. Obwohl ich ihn als Dirigent nicht mag und für überschätzt halte. Aber er ist ein besonderer Typ. Wenn man bei den Salzburger Festspielen einen Verrückten will, ist er richtig."

"Wenn schon ein Dirigent", so wäre Daniel Barenboim geeigneter, fährt Mortier fort. Ihm zur Seite sollte Richard Wagners Urenkelin Eva gestellt werden. Mortier nennt aber auch andere Dirigenten mit Management-Erfahrung und einem Ohr für die Moderne: Lorin Maazel und Christoph von Dohnanyi.

Zu Peymann-Vize Hermann Beil befragt, sagt Mortier in NEWS: "Eine hervorragende Lösung. Beil ist einer der von mir höchstgeschätzten Österreicher und könnte auch den Bogen zum Schauspiel finden."

Kein Rücktritt. aktuelle Angriffe Klestils, so Mortier, würden ihn keineswegs zum Rücktritt bewegen. "Mich stören nur Beleidigungen von Leuten, die ich schätze. Ich werde mein Programm stur bis zum letzten Tag durchsetzen, auch wenn es schwer wird, einige mutige Projekte durchs Kuratorium zu".

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