Die Politik soll sich nicht in die OMV-Angelegenheiten einmischen

OMV-ZBRV-Abraham wehrt sich gegen Oberhaidinger Vorschläge

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Zentralbetriebsrates der OMV, Leopold Abraham wehrt sich gegen die Interventionsversuche durch den oberösterreichischen SPÖ-Nationalrat Oberhaidinger. Nach Ansicht von Abraham wäre Oberhaidinger gut beraten, seinen politischen Aufgaben nachzukommen und sich nicht in die internen Abläufe der OMV einzumischen. Vielmehr wäre, nach Meinung Abrahams, die Politik gut beraten, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Sicherheit der Arbeitsplätze nachhaltig gewährleisten. "Oberhaidinger hat die von Seiten der SPÖ oftmals eingeforderte Arbeitplatzverträglichkeitsprüfung nicht bestanden", meinte der OMV-Zentralbetriebsratsvorsitzende.

Daß gerade seitens der Sozialdemokratischen Partei solche Ratschläge in die Öffentlichkeit getragen werden, die nachweislich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten nachhaltig verschlechtern, wundert den Zentralbetriebsratsvorsitzenden. "Es kann nicht die Aufgabe der Politik sein, in die Unternehmen hineinregieren zu wollen. Oberhaidinger präsentiert sich nicht gerade als Vertreter einer arbeitnehmer- und wirtschaftsorientierten Politik." Der Betriebsrat ist auf die "guten Tips des Oberhaidingers zur Partnersuche in Bayern" nicht angewiesen. Ob der Vorstand der OMV solche politische Ratschläge notwendig hat, sei ihm selbst überlassen. Abraham bedauert, daß österreichische Lösungen offenbar in der politischen Gedankenwelt des SPÖ-Abgeordneten Oberhaidinger keine Rolle spielen.

Der SPÖ-Energiesprecher hat sich gestern für eine Ausgliederung des OMV-Gasbereiches ausgesprochen. "Damit soll scheinbar eine Entscheidung über die Zukunft der OMV - ohne die Betroffenen zu kontaktieren - vorweggenommen werden", mutmaßt Leopold Abraham und meinte anschließend, daß die Betriebsräte und die Beschäftigten der OMV "solche unqualifizierten Zurufe von außen sicherlich nicht brauchen". Es ist die Aufgabe der Entscheidungsträger innerhalb der OMV die zukünftige Unternehmensstruktur festzulegen.

Für Abraham steht fest, daß auf der kommenden Montag stattfindenden Betriebsversammlung der OMV, die Beschäftigten des Unternehmens klare Forderungen für die weitere Verhandlungsstrategie für die Zukunft der OMV beschließen werden. "Wir werden keinem Resultat zustimmen, das die Zukunft des Unternehmens gefährdet und einseitig die OMV-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer belastet", stellte Abraham abschließend fest.

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