Marktgemeinde Kottingbrunn saniert Wasserschloß

Statische Probleme erfordern großen Aufwand

St.Pölten (NLK) - An eines der größten denkmalpflegerischen Projekte der letzten Jahre hat sich die Marktgemeinde Kottingbrunn herangewagt: Das in seinen Ursprüngen aus dem 11. Jahrhundert stammende Wasserschloß, eines der ältesten Bauwerke dieser Art in ganz Europa, wird mit massiver Hilfe des Landes in seiner baulichen Substanz wiederhergestellt und für öffentliche und private Nutzung adaptiert. Die Eröffnung des ersten Teilabschnittes ist im heurigen Herbst zum 25jährigen Bestandsjubiläum der Marktgemeinde Kottingbrunn vorgesehen, die Fertigstellung des gesamten Projektes bis Sommer 2000.

Die Marktgemeinde erwarb das Wasserschloß aus privatem Besitz im Jahr 1992, um dort das Gemeindeamt unterzubringen. Die Einwohnerzahl Kottingbrunns hatte sich vervielfacht, sodaß dringender Bedarf nach einem neuen Gemeindezentrum vorhanden war. Zunächst wurde die "Marktgemeinde Kottingbrunn Betriebs GesmbH" gegründet, und man begann in der Folge mit der Sanierung der Innenräume und brachte das Gemeindeamt ebenso unter wie Veranstaltungs- und Ausstellungsräume. Weiters gibt es drei Wohnungen sowie gewerblich genutzte Räume und ein Restaurant im Schloß.

In der Folge zeigten sich gravierende statische Schäden, die eine grundlegende Sanierung erforderlich machten. Da Kottingbrunn das Gesamtprojekt in einer Größenordnung von mehr als 40 Millionen Schilling nicht allein bewältigen konnte, versprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll massive Unterstützung des Landes: Insgesamt steuert Niederösterreich 18 Millionen Schilling, verteilt auf drei Jahresraten, bei.

Im Juli begannen die Bauarbeiten bei vollem Betrieb des Gemeindeamtes und der sonstigen Räumlichkeiten: Rund um das Schloß wurde ein Damm aufgeschüttet, um den Einsatz von schweren Baumaschinen zu ermöglichen. Das Fundament wird mit einem Stahlbetonrost unterfangen, und auch der Dachbereich wird mit Stahlbeton armiert. Dazu sind rund 40 Tonnen Stahl und 300 Kubikmeter Beton höchster Güte erforderlich. Durch diese zwei "Klammern" soll das Schloß wieder statisch gesichert werden.

Heuer wird das Dach auf dem Schloß selbst und auf dem Zöchlingstrakt, einem ehemaligen Stallgebäude, insgesamt 2.900 Quadratmeter Fläche, erneuert, womit auch die Sanierung des Dachstuhles verbunden ist. Der Innenhof erhält ein belüftetes Glasdach, die Fassade des Innenhofes wird wiederhergestellt, Fenster und Türen erneuert und soweit möglich repariert.

Nach der statischen Sicherung soll der aufgeschüttete Außendamm entfernt und das Schloß wieder in seinen idyllischen Außenzustand versetzt werden.

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