LiF-Hack: "Doch kein UFO für den Praterstern!"

Kritik der Wiener Liberalen an investitionsfeindlicher Politik der Wiener Stadtregierung

Wien (OTS) "Das geplante UFO-Projekt ("Unbeschränktes Freizeit Objekt") der Hamburger Immobilien Team Consulting (ITC) am Praterstern wird nun doch nicht realisiert werden", sagte heute Michaela Hack, Planungssprecherin des Wiener Liberalen Forums. Dem Wirtschaftsstandort Wien entgehen dadurch fürs erste sieben Milliarden Schilling an Investitionen. Die Gründe für das Scheitern des Projektes liegen für die liberale Planungssprecherin auf der Hand: zu enge Vorgaben und Rahmenbedingungen für die ITC, mangelndes Entgegenkommen seitens der Wiener Stadtverwaltung und fehlende politische Durchschlagskraft der Wiener Stadtregierung.

"Bereits von Anbeginn an stand das UFO-Projekt unter keinem guten Stern", so Hack. Im Zuge der Neugestaltung des Praterareals hatte die ITC die Errichtung eines Einkaufs- und Erlebniszentrums vorgeschlagen. Als Standort für das UFO war ursprünglich das Gelände vor der Wiener Messe vorgesehen. Doch bei der Präsentation des neuen Praterkonzeptes im vergangenen Jahr war von einem UFO am Messegelände dann keine Rede mehr. Als neuer Standort wurde vielmehr der Praterstern vorgeschlagen. Von Seiten der Stadt Wien wurde damals eine Arbeitsgruppe gebildet, die noch offene Fragen betreffend Verkehrsentwicklung und Belebung des Pratersterns abklären sollte.

"Wieder einmal hat es die Stadtregierung geschafft, eine Investition in Milliardenhöhe zu verhindern", kritisierte die liberale Planungssprecherin die Verhinderungspolitik der Stadtverwaltung und die Überheblichkeit mancher Stadtpolitiker. Auch Frank Stronach war mit seinen Investitionsplänen für das Prater- und Messegelände gescheitert.

"Die Vertreibung ausländischer Investoren hat ja hier bereits traurige Tradition", stellte Hack in diesem Zusammenhang fest. Vor etwa zehn Jahren wollten japanische Investoren einen Häuserblock am Opernring 13-15 erwerben, um dort ein neues Hotel einzurichten. Durch unmögliche Behördenauflagen und denkmalschützerische Vorgaben wurde dieses Projekt erfolgreich verhindert. "Seither verwahrlost der Häuserblock. Eine dringend notwendige Belebung dieses Teils der Ringstraße ist ebenfalls ausgeblieben, weil aufgrund der engen Vorgaben eine wirtschaftlich sinnvolle Neunutzung nicht realisiert werden konnte", so die liberale Gemeinderätin.

Sollte sich an der investitionsfeindlichen Haltung der Stadt Wien nicht bald etwas ändern, befürchtet Hack, daß auch die Praterregion ein ähnliches Schicksal erleiden wird. "Dabei wird die Wettbewerbssituation mit anderen europäischen Regionen und damit der Kampf um Investoren zunehmend härter", erläutert die liberale Planungssprecherin. Statt also Investoren laufend zu vertreiben, sollte die Stadtregierung vielmehr alles tun, um sie für Wien zu gewinnen. "Dazu muß die Stadtregierung gemeinsam mit der Stadtverwaltung endlich Rahmenbedingungen schaffen, in denen Großinvestitionen möglich sind. Bisher kamen von den Stadträten Ederer und Görg diesbezüglich nur halbherzige Lippenbekenntnisse, die dem Wirtschaftsstandort Wien mit Sicherheit mehr schaden als nützen", sagte Hack abschließend.

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