"Keine Arbeitgeberbeiträge für Freizeitunfall-Versicherung!"

Wirtschaftskammer Österreich verlangt Entlastung der Betriebe bei Beitragszahlungen für Unfallversicherung

pwk - Auf vehemente Ablehnung der Wirtschaftskammer Österreich stößt der Vorschlag von Wilhelm Thiel, Generaldirektor der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), eine Pflichtversicherung für Freizeitunfälle einzuführen, die über höhere Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung finanziert werden soll. ****

"Wilhelm Thiel soll statt über Beitragserhöhungen lieber darüber nachdenken, wie man die Arbeitgeberbeiträge zur AUVA senken kann. Eine Erhöhung der Lohnnebenkosten kommt für uns keineswegs in Frage", weist Manfred Gründler, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, das Ansinnen von Thiel strikt zurück.

Statt einer Anhebung der Arbeitgeberbeiträge tritt die Wirtschaftskammer Österreich - zur Entlastung des AUVA-Budgets - für eine verpflichtende private Freizeitunfallversicherung ein, die jeden Versicherten nicht mehr als "zwei bis drei Zigarettenpackerl im Monat kosten würde" (Gründler). Da die Zahl der Freizeitunfälle mit rund 80 Prozent aller Unfälle die Anzahl der Arbeitsunfälle bereits bei weitem überflügelt hat, sei es nicht weiter einzusehen, dass die Behandlungskosten für Unfälle im Haushalt oder beim Sport in den Unfallkrankenhäusern der AUVA teilweise über Arbeitgeberbeiträge finanziert werden. Bei Einführung von privaten Versicherungsvarianten für Freizeitunfälle könnten die Lohnnebenkosten um etwa eine Milliarde Schilling sinken.
(Schluß) RH

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